Coronavirus: 13 Tote und 21 neue Infektionen in China

In China sind erneut 13 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 verstorben. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei 12 Todesfälle, 11 allein auf die Provinzhauptstadt Wuhan.

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In der chinesischen Metropole Wuhan sind erneut zahlreiche Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben.

In der chinesischen Metropole Wuhan sind erneut zahlreiche Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben.

KEYSTONE/EPA/YUAN ZHENG
(sda/dpa/reu)

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag weiter mitteilte, wurden zudem 21 neue Infektionen nachgewiesen. Laut Behördenangaben handelte es sich bei 20 Erkrankungen um «importierte Fälle», die bei Menschen während der Einreise nach China festgestellt wurden.

Aus Angst davor, dass Reisende das Virus zurück in die Volksrepublik bringen, hat die Regierung die Kontrollen zuletzt weiter verschärft. Reisende, die etwa in Peking landen, werden seit Montag für zwei Wochen zur Beobachtung in zentralen Quarantäne-Einrichtungen untergebracht. Seit Ausbruch des Coronavirus haben sich in China 80'881 Menschen mit dem Erreger infiziert, 3226 kamen ums Leben.

Kirchgemeinde als Hauptgrund

Die Zahl der täglich erfassten Coronavirus-Infektionen in Südkorea ist derweil wieder leicht angestiegen. Am Montag seien 84 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Am Wochenende hatten die Zahlen noch darunter gelegen.

Die Gesamtzahl der bisher positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen stieg auf 8320. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-19-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 81.

Als einen Grund für den erneuten Anstieg nannten die Behörden eine neue Häufung von Fällen in einer protestantischen Gemeindekirche in der südlich von Seoul liegenden Stadt Seongnam. Dort habe sich das Virus wegen einer «Massenzusammenkunft» unter den Kirchenmitgliedern schneller verbreitet, sagte Vize-Gesundheitsminister Kim Gang Lip. Mehr als 30 Fälle in der Provinz Geonggi wurden bisher mit der Kirche in Seongnam in Verbindung gebracht.

Damit wurden zum ersten Mal mehr Neuinfektionen in Seoul und der Provinz Gyeonggi als im Südosten des Landes gemeldet. Mehr als 80 Prozent aller bisher erfassten Infektionen in Südkorea entfallen auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und die umliegende Region. Die grösste Häufung im Land gibt es unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat.

Quarantäne als Lösung

Ein erhöhtes Risiko sehen die Behörden auch durch infizierte Reisende aus dem Ausland. Von Donnerstag sollen die verstärkten Einreisekontrollen auf ankommende Personen aus der ganzen Welt, Südkoreaner eingeschlossen, ausgedehnt werden.

Die Mongolei meldete drei neue Coronavirus-Fälle, die von gecharterten Flugzeugen aus Deutschland und Südkorea zurückgeführt werden. Ein Patient aus Deutschland befände sich in einem kritischem Zustand, hiess es am Dienstag offiziell in der Hauptstadt Ulan Bator. Die Mongolei, die ihre südliche Grenze zu China bereits geschlossen hat, hatte vergangene Woche ihren ersten Coronavirus-Fall bestätigt. Es handelte sich um einen französischen Staatsangehörigen, der in dem Land arbeitet.

In Hongkong werden ab Donnerstag Mitternacht (Ortszeit) alle Personen, welche die chinesische Sonderverwaltungszone betreten, für 14 Tage unter Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dies kündigte die Chefin des asiatischen Finanzzentrums, Carrie Lam, am Dienstag an. Gleichzeitig riet sie den Bürgern der Metropole, alle nicht zwingend notwendigen Reisen zu vermeiden.