Charité: Künstliches Koma bei Kremlkritiker Nawalny beendet

Beim russischen Kremlkritiker Alexej Nawalny ist das künstliche Koma beendet worden. Der Patient werde schrittweise von der maschinellen Beatmung entwöhnt und reagiere auf Ansprache. Das teilte die Charité am Montag in Berlin mit.

Drucken
Teilen
ARCHIV - Alexej Nawalny, Oppositionsführer aus Russland, spricht bei einem Protest in Moskau. Beim russischen Kremlkritiker ist das künstliche Koma beendet worden. Der Patient werde schrittweise von der maschinellen Beatmung entwöhnt und reagiere auf Ansprache. Das teilte die Charité am Montag in Berlin mit. Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa

ARCHIV - Alexej Nawalny, Oppositionsführer aus Russland, spricht bei einem Protest in Moskau. Beim russischen Kremlkritiker ist das künstliche Koma beendet worden. Der Patient werde schrittweise von der maschinellen Beatmung entwöhnt und reagiere auf Ansprache. Das teilte die Charité am Montag in Berlin mit. Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa

Keystone/AP/Pavel Golovkin
(sda/dpa)

Der Gesundheitszustand von Nawalny habe sich verbessert, hiess es ausserdem in der Mitteilung.

Nawalny war am 20. August auf einem Flug in Russland ins Koma gefallen und später auf Drängen seiner Familie in die Berliner Charité verlegt worden. Die deutsche Regierung hatte nach Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr mitgeteilt, dass sie es als zweifelsfrei erwiesen ansehe, dass Nawalny mit dem militärischen Nervengift Nowitschok vergiftet worden sei. Russland bestreitet, in den Fall des 44 Jahre alten Oppositionellen verwickelt zu sein. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach am Montag erneut von «absurden Versuchen», die russische Staatsführung damit in Verbindung zu bringen.

Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte ein Rechtshilfegesuch in Deutschland gestellt. Der deutsche Aussenminister Heiko Maas (SPD) hatte in der ARD gesagt, die deutsche Seite werde dem zustimmen. Peskow zufolge sieht Moskau auch keinen Grund dafür, weshalb Berlin nicht in dem Fall kooperieren sollte.

Der Fall Nawalny hat inzwischen auch eine Diskussion über einen Stopp des Projekts Pipeline Nord Stream 2 ausgelöst.

Der russische Oppositionelle hat in seiner Heimat unter anderem verschiedene Korruptionsskandale aufgedeckt.