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Blutiger Angriff auf Hotel in Nairobi endet nach fast 20 Stunden

Traurige Bilanz nach einer Nacht voller Schrecken: In Kenia ist am Mittwochmorgen ein islamistischer Angriff auf einen Hotelkomplex in der Hauptstadt Nairobi mit 21 Toten zu Ende gegangen.
Bei einem Anschlag auf ein Luxushotel in Kenia sind zahlreiche Personen ums Leben gekommen. (Bild: KEYSTONE/AP/BEN CURTIS)
Sicherheitskräfte haben am Dienstag in Kenia das Gebiet um ein Luxushotel, auf das ein Anschlag verübt wurde, weiträumig abgesperrt. (Bild: KEYSTONE/AP/BEN CURTIS)
Zahlreiche Menschen werden aus einem Luxushotel in Nairobi geleitet, nachdem auf das Gebäude ein Anschlag verübt worden war. (Bild: KEYSTONE/EPA/DAI KUROKAWA)
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Blutiger Angriff auf Hotel in Nairobi endet nach fast 20 Stunden

(sda/dpa/reu/afp)

«Alle Terroristen sind eliminiert worden», sagte Kenias Präsident Uhuru Kenyatta auf einer Medienkonferenz. Bei dem von der islamistischen Shebab-Miliz reklamierten Anschlag wurden laut Polizeichef Joseph Boinnet auch alle fünf Angreifer getötet.

Präsident Kenyatta erklärte die Attacke nach fast 20 Stunden für beendet; er hatte zunächst von 14 Toten gesprochen, laut Polizeichef Boinnet erhöhte sich die Opferzahl später auf 21 Getötete. Insgesamt seien 700 Zivilisten während der gesamten Dauer des Angriffs aus der Anlage gerettet worden, zu der ein Hotel, Wohnungen, Restaurants sowie Geschäfte und Büros auch internationaler Unternehmen gehören, sagte Kenyatta.

Als Explosionen und Schüsse den Gebäudekomplex im gehobenen Stadtteil Westlands erschütterten, versteckten sich viele Büromitarbeiter unter ihren Schreibtischen. Menschen kauerten in Badezimmern oder duckten sich in ihren Autos - einige von ihnen die ganze Nacht hindurch.

Auch Ausländer unter Opfern

Nach Angaben von Polizeivertretern waren unter den Opfern auch mehrere Ausländer. Das US-Aussenministerium bestätigte, einer der Getöteten sei US-Bürger. Ein Bestatter sagte, unter den Todesopfern seien mindestens elf Kenianer und ein Brite gewesen.

Der Angriff hatte am Dienstagnachmittag (13.00 Uhr MEZ) begonnen. Polizeiangaben zufolge kam es zu einer Explosion auf einem Parkplatz, zeitgleich sprengte sich ein Selbstmordattentäter im Foyer des Dusit Hotels in die Luft. Bewaffnete schossen um sich und verschanzten sich anschliessend im Gebäude.

«Es waren fünf Terroristen und sie sind alle nicht mehr», sagte Polizeichef Boinnet. Der Gebäudekomplex werde aktuell systematisch durchkämmt, Minenräumer suchten nach nicht explodierten Sprengsätzen.

Lokale Medien zeigten Aufnahmen von Überwachungskameras, auf denen vier in schwarz gekleidete, schwerbewaffnete Männer in den Gebäudekomplex eindringen. Aus Polizeikreisen verlautete, ein Mann habe sich in die Luft gesprengt, die anderen vier seien am Dienstagabend, beziehungsweise Mittwochmorgen nach einem langen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften getötet worden.

Zwei der Angreifer hätten rote Kopftücher getragen und Patronengürtel mit mehreren Magazinen um die Brust geschnallt gehabt, sagte ein Polizeivertreter. Jeder habe eine Kalaschnikow getragen.

Neben kenianischen Sicherheitskräften waren auch ausländische Einsatzkräfte in schwerer Schutzkleidung vor Ort, die von Botschaften in Nairobi zu kommen schienen.

Wegen Verlegung von US-Botschaft

Zu dem Angriff bekannte sich die islamistische Shebab-Miliz, als Begründung gab sie die Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem an. Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Gruppe hat in der Vergangenheit wiederholt Anschläge in Kenia verübt. Bei einem Angriff auf das Westgate-Einkaufszentrum, nur wenige Kilometer vom Dusit-Komplex entfernt, wurden 2013 mindestens 67 Menschen getötet.

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