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Bewohner von Okinawa stimmen gegen Verlegung von US-Stützpunkt

Bei einem Referendum auf der japanischen Insel Okinawa haben die Bewohner am Sonntag gegen die geplante Verlegung eines umstrittenen US-Militärstützpunkts gestimmt.
Für den Bau der neuen US-Militärbasis wird eine Bucht in Henko aufgeschüttet. (Bild: KEYSTONE/EPA JIJI PRESS/HITOSHI MAESHIRO)

Für den Bau der neuen US-Militärbasis wird eine Bucht in Henko aufgeschüttet. (Bild: KEYSTONE/EPA JIJI PRESS/HITOSHI MAESHIRO)

(sda/afp)

Dem offiziellen Ergebnis zufolge lehnten rund 72 Prozent die geplante Verlegung der US-Basis Futenma aus städtischem Gebiet in eine ländliche Region ab. 19 Prozent votierten dafür, wie die örtliche Regierung mitteilte.

Der Gouverneur von Okinawa, Denny Tamaki, nannte das Ergebnis «äusserst bedeutsam». Die Volksbefragung ist jedoch nicht verbindlich, und die Zentralregierung hat bereits angekündigt, an der Verlegung festzuhalten. Die Bauarbeiten für die neue Landebahn der US-Marines, die zum Teil ins Meer hineinragen wird, haben bereits begonnen

Auf Okinawa herrscht seit langem grosser Unmut über die bestehende Basis für die Fliegerstaffel der US-Marineinfanterie inmitten eines dichtbesiedelten Gebiets. Seit 1996 wird daher über ihre Verlegung in eine entlegenere Gegend diskutiert.

Grosse Teile der Inselbevölkerung wollen aber, dass die US-Truppen ganz von der Insel abziehen. Sie verweisen darauf, dass sie eine unverhältnismässig grosse Last tragen, da mehr als die Hälfte der 47'000 US-Soldaten in Japan auf Okinawa stationiert ist.

Bei dem Referendum stimmten rund 434'000 Bewohner gegen die Verlegung des Stützpunktes. Der Gouverneur von Okinawa hatte eine Stimmenzahl von 290'000 für eine der drei Optionen zur Voraussetzung für die Anerkennung des symbolischen Referendums gemacht.

Auf Druck Tokios gab es neben der Möglichkeit einer Zustimmung oder Ablehnung auch die Möglichkeit einer Stimmenthaltung. Die Beteiligung an dem Referendum betrug 52 Prozent.

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