Belgien macht dicht: Neue Corona-Massnahmen sind in Kraft getreten

In Belgien sind wegen der dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen am Montag neue Massnahmen in Kraft getreten. Alle Geschäfte, die nicht unbedingt notwendige Waren verkaufen, müssen geschlossen bleiben.

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Krankenhauspersonal mit Mund-Nasen-Bedeckung bereitet in Bonheiden die Öffnung einer zusätlich eingerichteten Intensivstation vor. Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Krankenhauspersonal mit Mund-Nasen-Bedeckung bereitet in Bonheiden die Öffnung einer zusätlich eingerichteten Intensivstation vor. Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Keystone/BELGA/Dirk Waem
(sda/dpa)

Lediglich die Abholung und Hauslieferung vorbestellter Waren ist noch möglich. Um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, dürfen auch in Supermärkten nur noch Waren des täglichen Bedarf angeboten werden.

Die Schliessung von Kneipen, Restaurants und Cafés sowie nächtliche Ausgangssperren waren bereits Mitte Oktober beschlossen worden. Zudem gilt seitdem die Regel, dass die Bürger ausserhalb des eigenen Haushalts nur noch zu einer anderer Person engeren Kontakt pflegen dürfen. Ausgenommen sind nur Alleinstehende, die zwei sogenannte «Kuschelkontakte» haben dürfen.

Die Massnahmen sollen nach Angaben der Regierung für einen Zeitraum von eineinhalb Monaten bis einschliesslich Sonntag, den 13. Dezember, gelten. Die Notwendigkeit der Geschäftsschliessungen wird allerdings am 1. Dezember noch einmal geprüft.

An den Schulen werden die derzeitigen Herbstferien mindestens bis Mitte November verlängert. Die Hochschulen sollen bis mindestens 1. Dezember nur per Fernunterricht unterrichten.

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 15 600 registrierte Fälle pro Tag. Pro 100 000 Einwohner wurden nach EU-Vergleichszahlen in den vergangenen 14 Tagen rund 1700 Infektionen gemeldet.