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Auto-Attentäter von London stammt aus dem Sudan

Einen Tag nach dem neuerlichen Auto-Attentat in London haben britische Medien Details zum Fahrer veröffentlicht. Übereinstimmenden Berichten vom Mittwoch zufolge handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen 29-jährigen britischen Staatsbürger, der aus dem Sudan stammen soll.
SDA-Online-Dienst
Das Fahrzeug des Festgenommenen vor dem Parlamentsgebäude in London. (Bild: EPA/WILL OLIVER, 14. August 2018)

Das Fahrzeug des Festgenommenen vor dem Parlamentsgebäude in London. (Bild: EPA/WILL OLIVER, 14. August 2018)

Die Polizei gehe der Frage nach, ob er Verbindungen zu dem islamistischen Attentäter Khalil Masood hatte, der im März 2017 einen ähnlichen Anschlag in London verübt hatte, berichtete die Londoner "Times".

Der 29-Jährige betrieb den Berichten zufolge einen Laden im Birminghamer Stadtteil Hall Green. Er wohnte nur wenige Minuten von der damaligen Unterkunft des Attentäters Masood entfernt.

Nach Informationen des "Telegraph" hatte der Mann an einer technischen Universität in Sudans Hauptstadt Khartum studiert und war vor fünf Jahren nach Grossbritannien gekommen. Der Polizei in Birmingham sei er bekannt gewesen, berichtete die Zeitung.

Der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Neil Basu, hatte am Vorabend mitgeteilt, dass der Festgenommene bei der Londoner Polizei und beim Inlandsgeheimdienst MI5 bislang nicht auffällig geworden sei.

Der 29-Jährige war am Dienstagmorgen mit einem Ford Fiesta in eine Absperrung vor dem Parlamentsgebäude in der britischen Hauptstadt gerast und hatte dabei drei Menschen verletzt. Er wurde unter Terrorverdacht festgenommen. Im Zuge der Ermittlungen der Anti-Terror-Polizei gab es mehrere Durchsuchungen in Birmingham und Nottingham.

Fünf Terroranschläge im letzten Jahr

Die Sicherheitslage in Grossbritannien ist angespannt. Im vergangenen Jahr wurde das Land fünf Mal Ziel eines Anschlags - vier Mal in London und ein Mal in Manchester. Dabei wurden insgesamt 36 Menschen getötet.

In vier Fällen reklamierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Taten für sich. Wegen der Terrorgefahr herrschen im gesamten Land strenge Sicherheitsvorkehrungen.

Am 22. März 2017 hatte der mutmasslich islamistische Attentäter Khalid Masood auf der Westminster-Brücke in London mit seinem Auto Fussgänger angefahren, bevor er vor dem britischen Parlament einen Polizisten mit einem Messer erstach.

Der 52-Jährige, der zum Islam konvertiert war, tötete dabei fünf Menschen und verletzte dutzende weitere. Er wurde von der Polizei erschossen. Die IS-Miliz reklamierte die Tat für sich. (sda)

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