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«So feiert man nicht»: Chaoten wüten bei Feiern zu Frankreichs WM-Triumph

Neben den Jubelfeiern über den Sieg der französischen Nationalelf bei der Fussball-Weltmeisterschaft in Russland hat es in Frankreich am Sonntagabend auch Zwischenfälle gegeben. So zerstörten Jugendliche die Scheiben eines Geschäfts auf der Champs-Elysées in Paris.
In der Nacht auf Montag kam es während und nach den Jubelfeiern über den Sieg bei der Fussballweltmeisterschaft zu zahlreichen Ausschreitungen und Plünderungen in ganz Frankreich. (Bild: KEYSTONE/EPA/GUILLAUME HORCAJUELO)

In der Nacht auf Montag kam es während und nach den Jubelfeiern über den Sieg bei der Fussballweltmeisterschaft zu zahlreichen Ausschreitungen und Plünderungen in ganz Frankreich. (Bild: KEYSTONE/EPA/GUILLAUME HORCAJUELO)

(sda/afp)

Dies geschah, während hunderttausende Fans auf der berühmten Prachtmeile feierten. Rund 30 Jugendliche, von denen viele vermummt waren, brachen in das Geschäft Publicis ein und plünderten Wein- und Champagnerflaschen. Einige lachten und filmten sich selbst mit ihren Smartphones. Manche bewarfen die Sicherheitskräfte mit Gegenständen - die Polizei reagierte ihrerseits mit dem Einsatz von Tränengas. «So feiert man nicht», sagte ein in Tränen aufgelöster Unbeteiligter in einem Frankreich-Trikot.

Auch in anderen französischen Städten gab es Ausschreitungen, darunter in Lyon, Marseille, Strassburg und Rouen. In Lyon lieferten sich rund hundert Jugendliche Zusammenstösse mit der Polizei, nachdem die Jugendlichen beim Public-Viewing des Spiels gegen Kroatien auf ein Polizeiauto geklettert waren. Die Polizei setzte ebenfalls Tränengas ein. Die Jugendlichen warfen Gegenstände und setzten Mülltonnen in Brand. Auf einer Brücke versuchten rund 50 Jugendliche eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Es gab acht Festnahmen.

(Bild: Keystone)
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Zwischenfälle nach dem WM-Sieg in Frankreich

Tragische Ereignisse

Überdies gab es mehrere schwere Unfälle am Rande der WM-Feiern: In Frouard nahe der ostfranzösischen Stadt Nancy wurden ein dreijähriger Junge und zwei sechsjährige Mädchen schwer verletzt, als sie während der Siegesfeiern von einem Motorrad angefahren wurden. Der Motorradfahrer flüchtete nach Angaben der Behörden.

Im südöstlichen Annecy starb laut Polizei ein 50-jähriger Mann, als er nach dem Schlusspfiff in einen flachen Kanal sprang und sich das Genick brach. In Saint-Félix in Nordfrankreich starb ein Mann in den Dreissigern, als er kurz nach dem WM-Spiel in einen Baum raste.

In Paris waren anlässlich der Feiern zum in Moskau ausgetragenen WM-Finale am Sonntag und des französischen Nationalfeiertags am Samstag rund 110'000 Polizisten im Einsatz. Das Land ist nach einer Reihe von Terroranschlägen seit 2015 nach wie vor in hoher Alarmbereitschaft.

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