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Auch USA untersagen Einsatz der Boeing 737 Max

Noch am Dienstagabend sah die US-Luftfahrtbehörde FAA keinen Grund für ein Startverbot für die Boeing 737 Max. Die USA waren damit zunehmend isoliert, selbst Kanada scherte aus. Nun kommt die Wende: Auch in den USA müssen die Maschinen auf dem Boden bleiben.
Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines haben nach zahlreichen anderen Ländern nun auch die USA ein Flugverbot für den betroffenen Flugzeugtyp erlassen. Beim Absturz vom vergangenen Sonntag waren 149 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. EPA/STR (Bild: KEYSTONE/EPA/STR)

Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines haben nach zahlreichen anderen Ländern nun auch die USA ein Flugverbot für den betroffenen Flugzeugtyp erlassen. Beim Absturz vom vergangenen Sonntag waren 149 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. EPA/STR (Bild: KEYSTONE/EPA/STR)

(sda/dpa)

Nach den EU-Staaten, der Schweiz und zahlreichen anderen Ländern haben nun auch die USA ein Startverbot für Maschinen der Boeing 737 Max erlassen. Alle diese Maschinen müssten mit sofortiger Wirkung am Boden bleiben, sagte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch in Washington. Eine ausführliche Mitteilung der US-Luftfahrtbehörde FAA werde in Kürze folgen, kündigte er an.

Trump reagierte damit auf den Absturz einer Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines kurz nach dem Start am Sonntag in Äthiopien. Weniger als fünf Monate zuvor war eine baugleiche Maschine der Fluggesellschaft Lion Air in Indonesien abgestürzt.

Die FAA war zunehmend unter Druck geraten. Nach dem Absturz der Boeing 737 Max 8 in Äthiopien hatten Luftfahrtbehörden in Europa, Australien und weiten Teilen Asiens Flugverbote für alle baugleichen Maschinen verhängt. Zahlreiche Fluggesellschaften liessen ihre Boeing 737 Max 8 vorsichtshalber am Boden. Wenige Stunden vor den USA hatte dann auch Kanada am Mittwoch ein Start-, Lande- und Überflugverbot für alle Maschinen der Boeing 737-Max-Reihe erlassen.

Der kanadische Transportminister Marc Garneau sagte in Ottawa: «Es ist bedauerlich, aber Sicherheit muss ganz oben auf der Tagesordnung stehen.» Die Entscheidung sei auf Grundlage von neuen Informationen gefällt worden, die das Ministerium am Mittwochmorgen erhalten habe. Experten seines Ministeriums hätten damit den Flugverlauf der in Äthiopien abgestürzten Boeing 737 Max 8 mit dem der Maschine verglichen, die im Oktober ebenfalls kurz nach dem Start in Indonesien abgestürzt war. Dabei hätten sich Ähnlichkeiten ergeben.

«Vorsichtsmassnahme»

Garneau betonte, es handele sich um eine Vorsichtsmassnahme. Bislang sei kein Zusammenhang erwiesen, die Absturzursache in Äthiopien sei weiter unbekannt. Mit Blick auf die USA sagte der Minister: «Wir haben sie heute Morgen darüber informiert, dass wir diese Entscheidung getroffen haben.»

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte am Dienstagabend zunächst mitgeteilt, sie sehe weiterhin keinen Anlass für ein Startverbot. Bislang hätten die Überprüfungen keine Grundlage für ein Startverbot ergeben. Auch hätten Luftfahrtbehörden anderer Länder der FAA keine Daten zur Verfügung gestellt, die Massnahmen erforderlich machten.

Die meisten Flugzeuge der Boeing-737-Max-Reihe in den USA hat Southwest Airlines im Einsatz, die Fluggesellschaft verfügt über 34 Boeing 737 Max 8. American Airlines - die grösste US-Fluggesellschaft - setzt 24 Boeing 737 Max 8 ein. Für United Airlines fliegen 14 Maschinen vom grösseren Typ Boeing 737 Max 9.

Nach dem Absturz in Äthiopien hatten sich Flugbegleiter von Southwest Airlines und von American Airlines für ein Startverbot für die Boeing 737 Max 8 ausgesprochen. Die Gewerkschaft APFA, die die mehr als 27 000 Flugbegleiter von American Airlines vertritt, und die Gewerkschaft TWU, in der 17 000 Flugbegleiter von Southwest Airlines organisiert sind, forderten einen entsprechenden Schritt.

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