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Atomstreit: Iran zuversichtlich nach Macron-Brief an Ruhani

Der Iran ist nach Unterredungen mit dem Berater des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dessen Brief an Präsident Hassan Ruhani zuversichtlich, dass es im Streit mit den USA zu einer Lösung kommen könnte.
Abbas Araghchi, der iranische Vizeaussenminister und einer der Hauptunterhändler in den Atomverhandlungen, bewertete die Gespräche mit dem französischen Gesandten Emmanuel Bonne als positiv. (Bild: KEYSTONE/AP/EBRAHIM NOROOZI)

Abbas Araghchi, der iranische Vizeaussenminister und einer der Hauptunterhändler in den Atomverhandlungen, bewertete die Gespräche mit dem französischen Gesandten Emmanuel Bonne als positiv. (Bild: KEYSTONE/AP/EBRAHIM NOROOZI)

(sda/dpa)

«Wir hatten gute Gespräche mit Emmanuel Bonne, wie eine Waffenruhe und ein angemessenes Endspiel aussehen könnte», twitterte Abbas Araghchi, Vizeaussenminister und einer der Hauptunterhändler in den Atomverhandlungen, am Donnerstag. Am Ende seines Besuchs überreichte Bonne ein Schreiben Macrons an Ruhani.

Details zu dem Schreiben und wie das «angemessene Endspiel» aussehen soll, nannte Araghchi nicht. Bonne hatte am Mittwoch mit mehreren iranischen Spitzenpolitikern Gespräche über den Teilausstieg des Irans aus dem Atomdeal und den Streit mit den USA geführt.

Ruhani hatte in den Treffen mit Bonne die Bemühungen Macrons gewürdigt, das Wiener Atomabkommen von 2015 noch zu retten. Der Präsident versicherte, dass auch der Iran den diplomatischen Kanal offen halten werde. «Wir alle wollen, dass der Atomdeal vertragsgerecht umgesetzt wird ... Daher müssen alle Seiten die Gelegenheit nutzen, um dies auch zu verwirklichen», sagte Ruhani.

Teheran hat in den vergangenen Tagen demonstrativ gegen zwei zentrale Auflagen des Abkommens von 2015 verstossen, das den Iran von der Entwicklung einer Atombombe abhalten soll. Das Land hat die Menge an erlaubtem Uran (300 Kilogramm) überschritten und die Obergrenze bei dessen Anreicherung von 3,67 auf 4,5 Prozent erhöht.

Im September will der Iran dann auch die dritte Phase seines Teilausstiegs beginnen, dann will Teheran sein Uran noch höher anreichern und auch den Schwerwasserreaktor Arak aktivieren. Damit reagierte der Iran auf den Ausstieg der USA aus dem Deal 2018 und die «Nichtumsetzung des Abkommens» seitens der verbliebenen fünf Vertragspartner, der vier Uno-Vetomächte Frankreich, Grossbritannien, China, Russland sowie Deutschland.

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