Arbeitslosenzahl sinkt in Deutschland 2018 auf Rekordtief

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist 2018 auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung 1990 gesunken. Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 2,34 Millionen Menschen arbeitslos - und damit 193'000 weniger als im Jahr zuvor.

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(awp sda dpa) Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,5 Punkte auf 5,2 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg mitteilte.

Im Dezember ist die Zahl der Jobsucher im Monatsvergleich leicht auf 2,21 Millionen gestiegen. Das waren 23'000 Jobsucher mehr als im November, aber 175'000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote legte um 0,1 Punkte auf 4,9 Prozent zu.

Den Anstieg der Arbeitslosenzahl im Dezember führte die Bundesagentur allein auf den Winter zurück. BA-Vorstandschef Detlef Scheele sprach von einer sehr guten Entwicklung: «Dies ist auch der positiven konjunkturellen Entwicklung geschuldet», sagte er.

Weniger Jobsucher

Saisonbereinigt sank die Zahl der Jobsucher. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im Dezember bei 2,26 Millionen. Damit waren rund 14'000 Männer und Frauen weniger ohne Job als im November.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes im November bei 45,22 Millionen - 34'000 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 483'000 Erwerbstätige mehr.

Der Anstieg gehe überwiegend auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hiess es von der Bundesagentur. Damit hatten 33,47 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 696'000 mehr als ein Jahr zuvor.