Algeriens Präsident Tebboune mit Coronavirus infiziert

Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das algerische Präsidialamt am Dienstag mit. Tebboune war vor einer Woche zur medizinischen Behandlung nach Deutschland gereist. Der Präsident werde nach seiner Infektion weiterhin in einem deutschen Spezialkrankenhaus behandelt, hiess es. Die Behandlung verlaufe erfolgreich und sein Zustand verbessere sich «allmählich».

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ARCHIV - Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune auf einem Archivfoto aus dem Jahr 2019. Foto: Toufik Doudou/AP/dpa

ARCHIV - Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune auf einem Archivfoto aus dem Jahr 2019. Foto: Toufik Doudou/AP/dpa

Keystone/AP/Toufik Doudou
(sda/dpa)

Den Verdacht auf eine Infektion bei Tebboune, der diesen Monat seinen 75. Geburtstag feiert, gab es schon vor anderthalb Wochen. Da hatte Tebboune sich wegen vermuteter Infektionen bei mehreren seiner Berater freiwillig in Quarantäne begeben. Auch nach seiner Einlieferung in ein Militärkrankenhaus war von einer reinen Vorsichtsmassnahme auf Empfehlung der Ärzte die Rede. Vergangenen Mittwoch wurde das Staatsoberhaupt dann für eine «ausführliche medizinische Untersuchung» nach Deutschland verlegt. Details zu seinem genauen Aufenthaltsort wurden nicht bekannt.

In Algerien wurden bisher 58 500 Corona-Infektionen gemeldet. Etwa 2000 Menschen starben nach offiziellen Angaben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Tebboune war im Dezember 2019 zum Staatsoberhaupt des flächenmässig grössten afrikanischen Landes gewählt worden. Er ist Nachfolger von Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika, der nach 20 Jahren im Amt auf Druck der Armee hin und nach anhaltenden Massenprotesten im Land zurückgetreten war.