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2,3 Milliarden Menschen weltweit haben laut Studie kein WC zu Hause

Mehr als zwei Milliarden Menschen haben gemäss einer neuen Studie zu Hause keine Toilette. Betroffen seien weltweit 2,3 Milliarden Menschen, hiess es in einer am Freitag vorgelegten Studie von Charity WaterAid.
Eine Toilette zu Hause ist ein Luxus. Laut einer neuen Studie müssen 2,4 Milliarden Menschen weltweit ohne auskommen. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Eine Toilette zu Hause ist ein Luxus. Laut einer neuen Studie müssen 2,4 Milliarden Menschen weltweit ohne auskommen. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

(sda/afp)

620 Millionen Schulkinder haben demnach in ihrer Schule keine Toiletten. Dies sei «fürchterlich», weil dadurch nicht nur Gesundheit und Bildung der Kinder bedroht seien, sondern «ihre Zukunft», erklärte Kampagnenchef Savio Carvalho.

Fehlende Toiletten können besonders für Schüler tödliche Folgen haben. Laut Charity WaterAid sterben jedes Jahr rund 140'000 Schüler an Durchfall oder anderen Erkrankungen. Weitere 289'000 Kinder sterben demnach noch bevor sie das Schulalter erreichen an Krankheiten infolge von schlechten sanitären Bedingungen.

Prekäre Lage in Äthiopien

Am schlechtesten versorgt mit Toiletten ist laut Charity WaterAid das ostafrikanische Äthiopien, das Land mit der zweitgrössten Bevölkerung auf dem Kontinent. Dort hätten 93 Prozent der Menschen keinen Zugang zu sauberen oder abgeschlossenen Toiletten. Stattdessen erleichterten sich viele Menschen im Freien, auf Gemeinschaftstoiletten oder in Gruben im Boden.

Äthiopien wies in den vergangenen Jahren zwar hohe Wirtschaftswachstumsraten auf. Allerdings wird das Land am Horn von Afrika von ethnischen Konflikten, Armut und Dürre geplagt. Knapp acht Millionen Menschen sind auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Seit Jahresbeginn wurden durch Kämpfe zwischen Volksgruppen bereits 1,4 Millionen Menschen vertrieben.

Die Lage in Äthiopien habe den Mangel an Toiletten noch verschärft, erklärte Carvalho. Die Regierung widme Gelder für die sanitäre Entwicklung in Nothilfen um. Bei Konflikten verlangsame sich der Fortschritt der Entwicklung, betonte er.

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