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Federer: «Es war eine Kopfsache»

Ein Tag ohne Tennis genügt Roger Federer, um wieder in die Spur zu finden. Nach dem Sieg gegen Dominic Thiem spricht er darüber, was er nach der Niederlage gegen Kei Nishikori geändert hat.
Zum 16. Mal bei den ATP Finals dabei: Vor dem zweiten Spiel gegen Dominic Thiem musste sich Roger Federer selber daran erinnern, welch ein Privileg es ist, in London dabei zu sein (Bild: KEYSTONE/AP/ALASTAIR GRANT)

Zum 16. Mal bei den ATP Finals dabei: Vor dem zweiten Spiel gegen Dominic Thiem musste sich Roger Federer selber daran erinnern, welch ein Privileg es ist, in London dabei zu sein (Bild: KEYSTONE/AP/ALASTAIR GRANT)

(sda)

Roger Federer, Sie haben am Montag ihr Training abgesagt. Einige waren besorgt, aber sie wollten sich einfach erholen?

Roger Federer: Genau. Und das selbe werde ich auch morgen (Mittwoch) machen, denn es funktionierte. Wichtig war nicht meine Vor- oder Rückhand oder der Aufschlag. Es war eine Kopfsache. Manchmal braucht man eine Pause. Ich habe in den letzten zwei Monaten viel Tennis gespielt. Auf der Rückfahrt ins Hotel nach dem Nishikori-Match haben wir lange geredet. Die Coaches meinten dann, ich solle es locker nehmen, einen Tag mit der Familie verbringen und dann glücklich auf den Platz zurückkommen. Die Schläge sind da, das habe ich heute gespürt. Ich bin froh, dass wir den richtigen Entscheid getroffen haben und ich eine Reaktion zeigen konnte.»

War der Nishikori-Match also nur ein Ausrutscher?

«Ich weiss nicht, was da los war. Vielleicht liegts am Format mit den Gruppenspielen. Man fühlt das Messer nicht gleich am Hals wie bei anderen Turnieren. Ich hatte mich den ganzen Tag gut gefühlt, nur im Match war ich dann ein wenig genervt. In den ersten acht Games spielte Kei ja ebenfalls schrecklich. Ich hätte mir sagen sollen: Toll, ich brauche ja keinen Rhythmus, er schon. Das läuft gut für mich. Aber ich war zu negativ. Ich musste mich wieder daran erinnern, wie toll und was für ein Privileg es ist, in dieser Arena zu spielen und wie sehr ich es liebe, in London zu spielen. Ich bin zum 16. Mal qualifiziert, vielleicht dachte ich, es sei einfach irgend ein Spiel und das war sehr enttäuschend.»

Am Donnerstag spielen Sie gegen Kevin Anderson, aber alle schauen schon weiter.

«Ich kann das nicht. Ich könnte ja sogar gegen Anderson gewinnen und dennoch ausscheiden (wenn Federer, Anderson und Nishikori alle au drei Siege kommen). Es liegt also nicht komplett in meiner Macht. Aber das ist ok. Wenn ich es nicht in den Halbfinal schaffe, habe ich es eben nicht verdient. Wichtig für mich ist, ein gutes letztes Gruppenspiel zu zeigen und wenn möglich Kevin zu schlagen. Er hat zuletzt grossartig gespielt, auch in Wimbledon, als er mich geschlagen hat. Ich freue mich, dass ich die Chance zur Revanche bekomme. Weiter kann ich nicht schauen.»

Werden Sie sich genau informieren, was es braucht, um in den Halbfinal zu kommen?

«Es wäre ja bisschen ein Witz, wenn ich sagen würde, es sei völlig egal, was passiert. Ich spiele ja am Abend und werde also wissen, was es braucht. Das kennen wir ja sonst nicht so. Sonst ist es immer sehr simpel. Du gewinnst und bist weiter oder du bist draussen. Gegen einen grossen Aufschläger wie Anderson kannst du dir ja sowieso nicht zum Ziel setzen, 6:2, 6:2 zu gewinnen. Wenn du klar gewinnen willst, das Ziel müsste eher sein, in zwei Sätzen 7:6, 7:6 zu gewinnen. Wichtig ist einfach, dass ich positiv ins Spiel gehe.»

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