Weniger produziert und weniger verkauft: Die Industrie und das Baugewerbe leiden

Praktische alle Branchen haben in der Coronakrise verloren. Dies zeigt die aktuelle Statistik für den sekundären Sektor des Bundesamt für Statistik (BFS) für das zweite Quartal.

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Der Uhren- und Schmuckbranche geht es wegen Corona nicht gut.

Der Uhren- und Schmuckbranche geht es wegen Corona nicht gut.

Manuela Jans-Koch

(mg) Einzig die Pharmabranche landet auf der Gewinnerseite. Dort sind sowohl Produktion (+13,3 Prozent) wie auch Umsatz (+ 9,0 Prozent) gewachsen. Am anderen Ende der Tabelle finden sich EDV-Geräte und Uhren wieder. Dort brach die Produktion um 39,4 Prozent ein und der Umsatz sogar um 39,6 Prozent. Wie das BFS am Donnerstag schreibt, ist die Produktion im Gegensatz zum Vorjahresquartal insgesamt um 7,7 Prozent zurückgegangen, beim Umsatz mussten Einbussen von 10,2 Prozent hingenommen werden.

Haupttreiber für diesen Rückgang ist die Coronakrise und der damit verbundene Stillstand in vielen Ländern. Einigermassen glimpflich kamen die Bereiche «Hochbau» und «Gummi- und Kunststoffwaren» davon. Deutlich dramatischer sieht die Situation bei «Textilien und Bekleidung» sowie «Sonstiges, Reparatur und Installationen» aus. Dort mussten Rückgänge von über 30 Prozent in Kauf genommen werden.