Weniger Osterhasen und kaum Touristen: Umsatz von Lindt&Sprüngli geht zurück

Die Zahlen des Schokoladenherstellers Lindt&Sprüngli schmelzen während der Coronakrise. Der organische Umsatzrückgang im ersten Halbjahr beläuft sich auf -8,1 Prozent.

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Unter anderem die fehlenden Osterverkäufe setzen Lindt&Sprüngli zu.

Unter anderem die fehlenden Osterverkäufe setzen Lindt&Sprüngli zu.

Keystone

(agl/mg) 2020 feiert Lindt&Sprüngli das 175-jährige Firmenjubiläum. Aber wegen den aktuellen Halbjahreszahlen vom Dienstag dürften noch keine Champagnerkorken knallen: Der organische Umsatzrückgang im ersten Halbjahr beläuft sich auf -8,1 Prozent. Der Umsatz liegt nach der ersten Hälfte des Jahres bei 1,53 Milliarden Franken. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 19,7 Millionen Franken - im Vorjahr waren es in der selben Berichtsperiode noch 88,1 Millionen.

Die Gewinne schmelzen lassen hat Corona. So habe der Konzern unter anderem die fehlenden Osterumsätze wegen dem Lockdown in vielen Ländern gespürt. Ebenso die fehlenden Touristen wegen den Reisebeschränkungen. «Um die Auswirkungen auf das Jahresresultat zu minimieren, startete das Unternehmen gruppenweite Kostensenkungs- und Effizienzprogramme, mit dem Ziel gestärkt aus der Krise hervorzugehen», schreibt Lindt&Sprüngli. So sind unter anderem die Kosten für den Personalaufwand um 40 Millionen Franken gegenüber dem ersten Quartal 2019 gesunken.

Noch viele Unsicherheiten

Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete Lindt&Sprüngli einen Umsatz von 4,5 Milliarden Franken, was eine Steigerung von 6,1 Prozent bedeutete. Daraus resultierte wiederum ein Reingewinn von rund 512 Millionen. Wie es im Geschäftsbericht heisst, erwartete der Schokoladenhersteller auch für das Jahr 2020 ein Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent. Anfang April zog das Unternehmen die Wachstumsziele für das laufende Jahr jedoch zurück. Nun erwartet der Konzern für das Gesamtjahr 2020 einen organischen Umsatzrückgang gegenüber 2019 in Höhe von 5-7 Prozent . Dieser Ausblick für das laufende Jahr sei aber mit mehr Unsicherheit behaftet als in der Vergangenheit, heisst es in der Mitteilung.