Wegen steigender Fallzahlen: Erholung der Wirtschaft verliert an Schwung

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) deutet zwar weiter auf eine Erholung der Wirtschaft hin, doch die steigenden Coronazahlen bremsen die gute Entwicklung aus.

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Der Dienstleistungssektor spürte die Entwicklung der Pandemie bereits im Oktober.

Der Dienstleistungssektor spürte die Entwicklung der Pandemie bereits im Oktober.

Keystone

(agl) Im Industriebereich lag der PMI, der als Frühindikator für die Konjunkturentwicklung gilt, bei 52,3 Zählern. Das ist über der Wachstumsschwelle, jedoch leicht tiefer als noch im September. So hat die Produktion im Oktober zwar noch zugenommen, aber nicht mehr so stark wie im Vormonat, wie die Credit Suisse am Montag mitteilte. Auch der Personalabbau habe sich wieder beschleunigt.

Noch stärker verzögert sich die Erholung im Dienstleistungssektor. Der PMI ging von 55,1 im September auf 50,4 Zähler zurück. Bereits zum Zeitpunkt der Umfrage vom 23. bis zum 27. Oktober seien Zeichen der Verschlechterung sichtbar gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Auftragsbestand hat abgenommen, während sich der Personalabbau hingegen leicht verlangsamt hat.

Wie die Umfrage weiter zeigt, haben viele Unternehmen auf die Homeoffice-Empfehlung des Bundes reagiert. Im Dienstleistungssektor arbeiteten im Oktober 46 Prozent zu Hause. Deutlich mehr als im Vormonat und nur unwesentlich weniger als während des Lockdowns im März. In der Industrie ist der Anteil mit 27 Prozent zwar geringer, aber ebenfalls deutlich höher als noch im September.