Virtuelle Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds mit Schweizer Beteiligung

Wegen der Coronakrise findet die diesjährige Frühjahrstagung nur virtuell statt. Ein Schweizer Trio nimmt teil - mit klaren Vorstellungen.

Roman Schenkel
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Finanzminister Ueli Maurer und Nationalbankpräsident Thomas Jordan nehmen an der virtuellen Telefonferenz teil.

Finanzminister Ueli Maurer und Nationalbankpräsident Thomas Jordan nehmen an der virtuellen Telefonferenz teil.

Alessandro Della Valle / KEYSTONE

Bundesrat Ueli Maurer, Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, in Vertretung von Bundesrat Guy Parmelin, und Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, nehmen am Mittwoch und Donnerstag an der virtuellen Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank teil, lässt der Bundesrat in einer Medienmitteilung verlauten. Hauptfokus der Tagung, wie auch des Treffens der G20-Finanzminister und Notenbankgouverneure im Vorfeld, liegt in der globalen Bewältigung der Auswirkungen der Coronakrises.

Die Schweiz werde die Wichtigkeit einer raschen Gewährung von IWF-Nothilfekrediten zur Schaffung von Budgetfreiräumen für dringliche Ausgaben betonen. Hierfür unterstütze sie auch eine vorübergehende und gezielte Ausweitung der IWF-Kriseninstrumente.

Pariser Klimaabkommen soll nicht vergessen gehen

Im Entwicklungsausschuss werde die Schweiz das Massnahmenpaket der Weltbank zur Bekämpfung der COVID-19-Krise unterstützen. Die Schweiz fordert von der Weltbank fokussierte, nachhaltig wirkende Interventionen, die in enger Koordination mit Partnerorganisationen umgesetzt werden. Die Agenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen sollen auch während der Bewältigung der COVID-19-Krise als internationaler Referenzrahmen für eine globale nachhaltige Entwicklung dienen. Die Weltbank hat die Kapazität, den Entwicklungsländern in den nächsten 15 Monaten finanzielle Unterstützung von bis zu 160 Milliarden US-Dollar zur Verfügung zu stellen.

Die Schweiz sei zudem bereit, Schulden von ärmeren Ländern zu sistieren. Damit sollen in den Budgets der stark betroffenen ärmeren Ländern Freiräume für dringende Ausgaben bei der COVID-19-Bekämpfung geschaffen werden.

Im Vorfeld der Tagung fand ein Videotreffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure der G20 statt, an dem auch Bundesrat Ueli Maurer und Nationalbankpräsident Thomas Jordan teilgenommen haben.