Verspätung
Schweizer Schienennetz: Der grosse Ausbau kommt nicht auf die Sprünge

Das Bundesamt für Verkehr stellt bei den grossen Ausbauprogrammen der Bahn Verzögerungen fest. Die Finanzierung sei allerdings nicht gefährdet, heisst es in einem Bericht.

Drucken
Lässt auf sich warten: Der Ausbau des Bahnhofs Zürich-Stadelhofen auf 2035 nicht fertig.

Lässt auf sich warten: Der Ausbau des Bahnhofs Zürich-Stadelhofen auf 2035 nicht fertig.

Keystone

Mehr Kapazität bei den Zügen, verdichteter Takt, kürzere Fahrzeiten: Mit 20 Milliarden Franken will der Bund das Schweizer Eisenbahnnetz schneller und effizienter machen. Knappe Zeitfenster, Einschränkungen im Bahnbetrieb und Einsprachen führen aber bei mehreren Grossprojekten zu Verzögerungen. Diese Einschätzung veröffentlichte das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Freitag.

Die Verzögerungen führten dazu, dass ein Teil der geplanten Angebotsverbesserungen erst mit drei bis fünf Jahren Verzögerung umgesetzt werden könnten, bilanziert das BAV in seinem jährlichen Bericht zum Stand der Eisenbahn-Grossprojekte. Verspätung haben unter anderem der Ausbau der Knoten Olten und Zug, der Zimmerberg-Basistunnel II und der Ausbau des Bahnhofs Zürich-Stadelhofen.

Auch die Ausbauprojekte in Genf und Bern kommen später

«Diese Projekte werden erst nach 2035 in Betrieb genommen werden können», heisst es in der BAV-Mitteilung. Ebenfalls verspätet sind der Knoten Genf und die Entflechtung Bern-Wankdorf Süd/Ostermundigen. Sie waren für den Ausbauschritt 2025 geplant worden, werden aber erst um das Jahr 2035 in Betrieb gehen können.

Am Geld mangelt es laut BAV-Bericht aber nicht. Im Bahninfrastrukturfonds seien ausreichend Mittel vorhanden, dies auch, weil die NEAT-Kredite nicht vollständig beansprucht worden seien. Im Laufe des Jahres will der Bundesrat eine Vernehmlassungsvorlage zum Stand der Eisenbahn-Ausbauprogramme sowie ein Strategiepapier «Bahn 2050» vorlegen. (wap)

Aktuelle Nachrichten