Textil- und Bekleidungsbranche
15 Prozent weniger Umsatz und Exporte wegen Coronakrise

Die Textil- und Bekleidungsbranche leidet unter der Coronapandemie. Ihr Verband fordert daher unter anderem die Abschaffung von sämtlichen Industriezöllen und die Öffnung der Läden per 1. März.

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Die Coronakrise hat der Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche arg zugesetzt.

Die Coronakrise hat der Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche arg zugesetzt.

Keystone

(abi) Umsatzeinbussen, Kurzarbeit und steigende Arbeitslosenzahlen: Die Auswirkungen der Coronakrise auf die Textil- und Bekleidungsbranche seien im Jahr 2020 «gewaltig» gewesen, teilte Swiss Textiles am Donnerstag mit. Sie habe die Branche «brutal» erschüttert. Gemäss einer von Swiss Textiles durchgeführten Umfrage seien die Umsätze und die Exporte im Schnitt im vergangenen Jahr um 15 Prozent eingebrochen. Die Handelszahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung würden den Exporteinbruch unterschätzen.

Die heftigen Verluste hatten zur Folge, dass rund drei Viertel der Mitglieder von Swiss Textiles mindestens zeitweise Kurzarbeit in Betrieb genommen haben. Ein Viertel nahm zudem einen Covid-19-Kredit auf. Und auch im ersten Quartal sind die Bedingungen gemäss Verband prekär. Gründe dafür sind der Teil-Lockdown in der Schweiz und in mehreren europäischen Ländern sowie der Brexit. «Wir befinden uns weiterhin inmitten der Krise», wird Präsident Carl Illi in der Mitteilung zitiert.

Swiss Textiles fordert deshalb eine rasche Ratifikation der revidierten PEM-Konvention durch das Parlament, eine schnelle Regel der Ursprungsregeln im Handelsabkommen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich sowie die Abschaffung sämtlicher Industriezölle. Zudem sollen die Läden für den nicht alltäglichen Bedarf wie vom Bundesrat vorgesehen per 1. März geöffnet werden. Ausserdem will der Verband, dass das Covid-19-Kredit- und Solidarbürgschaftssystem bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation neu aufgelegt wird.