Swiss-Flugreduktion ist im Schnitt gleichbedeutend mit bis zu 14 Flugzeugen,
die am Boden bleiben

Die Corona-Krise trifft auch die Lufthansa und die Swiss schwer. Insgesamt bleiben 150 Flugzeuge des Luftfahrtkonzerns am Boden.

Benjamin Weinmann
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Die Lufthansa muss wegen der Corona-Krise die Flugstreichungen ausweiten. Rechnerisch bleiben 150 Flugzeuge am Boden, davon 25 Langstrecken-Flieger, vermeldete die Lufthansa. "Wir passen den Flugplan dynamisch den ausserordentlichen Umständen an", sagte ein Sprecher gegenüber Reuters. Betroffen seien alle Airlines der Gruppe, auch die Swiss. Diese fährt die Kapazitäten massiv hinunter. Ab dem 8. März werde das gesamte Kurz- und Mittelstreckennetz sowie auf der Langstrecke die Ziele Tokyo, Osaka und Singapur angepasst. Insgesamt wurden damit die Kapazitäten im Kontext von Corona auf der Kurzstrecke um rund 20 Prozent gegenüber der Planung reduziert. Auf der Langstrecke sind es rund 10 Prozent. Osaka hatte die Swiss erst am Sonntag als neue Destination ins Streckennetz aufgenommen.

Ein Flugzeug der Swiss am Flughafen Genf.

Ein Flugzeug der Swiss am Flughafen Genf.

Laurent Gillieron / Keystone

Eine Swiss-Sprecherin erklärt gegenüber CH Media, was diese Kapazitätsreduktion um 10 Prozent auf der Langstrecke und 20 Prozent auf der Kurzstrecke für die Flotte bedeutet. Auf der Kurzstrecke entspreche dies im Schnitt 10 Flugzeugen, die am Boden bleiben, auf der Langstrecke 3 bis 4. Sie betont, dass es sich dabei bloss um Durchschnittswerte handle. Bei vielen Maschinen würde beispielsweise die Wartung vorgezogen. Es sei nicht so, dass ständig 14 Maschinen auf dem Flugfeld geparkt seien. Fakt ist jedoch: Der finanzielle Schaden ist immens. Über die genauen Auswirkungen wird die Swiss Mitte März im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz berichten.

Die Anpassungen am Kurz- und Mittelstreckennetz gelten bis zum 28. März, diejenigen auf der Langstrecke bis zum 24. April.