Studie: Trotz Reisestornierungen besteht Hoffnung für Schweizer Tourismus

Viele der gebuchten Reisen wurden in der Coronakrise storniert oder sollen noch storniert werden. Das zeigt eine Studie der ZHAW. Sie ortet allerdings auch Chancen für den Schweizer Tourismus.

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Viele Schweizerinnen und Schweizer stornieren derzeit ihre Reisen, doch ihre Lust zu Reisen nimmt nicht ab, wie eine Studie der ZHAW zeigt. (Symbolbild)

Viele Schweizerinnen und Schweizer stornieren derzeit ihre Reisen, doch ihre Lust zu Reisen nimmt nicht ab, wie eine Studie der ZHAW zeigt. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Das Coronavirus und die damit verbundenen Beschränkungen haben einen starken Einfluss auf das Reiseverhalten der Schweizer. Konkrete Zahlen dazu liefert eine Studie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW: Drei von vier geplanten Reisen seien storniert worden oder sollen noch storniert werden, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Gemäss der Studie betrifft das vor allem Ziele in Überseegebieten, aber auch Reisen ins nahe Ausland und vereinzelt solche innerhalb der Schweiz. Trotzdem hätten drei Viertel der Befragten in der Studie angegeben, weiterhin verreisen zu wollen.

Auslandreisen sind derzeit weniger beliebt

Dabei herrschten im Kontext der aktuellen Coronakrise verschiedene Ängste und Sorgen vor. So fürchten die Befragten, dass sie in der Ferienregion in die Quarantäne müssten, oder im Falle einer Erkrankung mit Covid-19 keine angemessene medizinische Versorgung erhielten. Zudem würden Reisen in der Schweiz allgemein als weniger risikoreich wahrgenommen werden als Reisen in europäische oder aussereuropäische Staaten.

Laut der ZHAW-Studie stellt das aber auch eine Chance für den Tourismus in der Schweiz dar. Einerseits deshalb, weil Auslandsreisen derzeit weniger beliebt seien, die Schweizer aber dennoch reisen wollten. Andererseits aber auch, weil eine Mehrheit der Befragten angegeben habe, momentan keine finanziellen Einbussen zu erleiden.