Stellenvermittler Adecco bekommt den wirtschaftlichen Abschwung zu spüren

Adecco hat 2019 erneut weniger Umsatz gemacht. Der Gewinn des weltweit tätigen Stellenvermittlers aus Zürich nahm unter dem Strich jedoch zu. Die Aussichten für 2020 beurteilt der Konzern vorsichtig.

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Trotz schwierigen Zeiten unter dem Strich gute Zahlen: Der weltweit tätige Stellenvermittler Adecco.

Trotz schwierigen Zeiten unter dem Strich gute Zahlen: Der weltweit tätige Stellenvermittler Adecco.

Nana do Carmo

(sat) Die Abschwächung der Weltwirtschaft schlägt sich einmal mehr auch in den Zahlen von Adecco nieder. Der weltweit tätigte Stellenvermittler meldete am Mittwoch für 2019 wie auch für das letzte Quartal einen Umsatzrückgang. Über das ganze letzte  Jahr gesehen sank der Umsatz um 2 Prozent auf noch knapp 23,5 Milliarden Euro. Der um Wechselkurse und Feiertage bereinigte Umsatzrückgang liege damit im Gleichschritt mit den wirtschaftlichen Eintrübungen in vielen Märkten, heisst es in einer Mitteilung. Über das ganze Jahr betrachtet verzeichnete Adecco einen Gewinn von 727 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 59 Prozent gegenüber 2018. Damit hat Adecco letztes Jahr die Profitabilität deutlich gesteigert.

Unveränderte Dividende und Aktienrückkaufprogramm

Adecco-CEO Alain Dehaze wertet die Zahlen denn auch als «starke Leistung». In der Mitteilung verweist er zudem darauf, dass das Unternehmen gleichzeitig in neue Technologien investiert habe. Dennoch gibt sich das Unternehmen für das laufende Jahr eher vorsichtig. So gingen die Erträge im Januar bereits weiter zurück im Vergleich zum Vorjahr. Und dass es so weitergehen dürfte, darauf deute auch der bisherige Geschäftsverlauf im Februar.

Den Aktionären schlägt Adecco für die Generalversammlung eine unveränderte Dividende von 2,50 Franken je Aktie vor. Zudem will der Verwaltungsrat ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 600 Millionen Euro starten. Das erlaube der unter dem Strich gute Geschäftsgang, begründet Konzernchef Alain Dehaze den Entscheid.