Schweizer zahlen häufiger kontaktlos, wollen aber nicht auf Bargeld verzichten

Kontaktlose Zahlungsmittel werden in der Schweiz immer beliebter, auch angesichts der Corona-Krise, wie Umfragen und Auswertungen zeigen. Bargeld ist aber trotz der digitalen Möglichkeiten nicht wegzudenken. 

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Kontaktlose und mobile Zahlungsmittel werden beliebter.

Kontaktlose und mobile Zahlungsmittel werden beliebter. 

Laurent Delhourme

(agl) Münzen und Geldnoten waren auch Anfang 2020 noch das beliebteste Zahlungsmittel der Schweizerinnen und Schweizer, wie eine Umfrage des Online-Vergleichsdiensts «moneyland.ch» zeigt. Von 1500 Befragten würden 78 Prozent nicht auf Bargeld verzichten, heisst es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. 

Dennoch stellt der Vergleichsdienst eine Zunahme der Beliebtheit bei kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten fest. 51 Prozent der Befragten gaben an, im Laden mit der Kreditkarte kontaktlos zu bezahlen. Auch mobile Zahlungsmittel dürften gemäss «moneyland.ch» zulegen. 38 Prozent der Befragten gab an, die Bezahl-App Twint zu nutzen, je rund zehn Prozent vertrauen auf Apple Pay beziehungsweise Google Pay. Die Corona-Krise werde den kontaktlosen Zahlungsmitteln weiteren Auftrieb geben, schätzt der Vergleichsdienst.

Aktuelle Zahlen des Finanzdienstleisters Concardis, die ebenfalls am Donnerstag veröffentlicht wurden, bestätigen dies. Während der Anteil kontaktloser Kreditkartenzahlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor dem 16. März durchschnittlich bei 54 Prozent lag, stieg dieser Wert nach dem Shutdown auf einen Rekordstand von 68 Prozent, wie Concardis in einer Medienmitteilung schreibt. Das sei ein Niveau, das man sonst nur aus den skandinavischen Ländern kenne.