Schweizer Versicherungen können ihr Prämienvolumen weiter steigern

In der Finanzindustrie werden Versicherer immer bedeutender. 2019 ist laut Hochrechnungen von deren Verband das Prämienvolumen als auch der Personalbestand gestiegen. Und das Wachstum soll weitergehen.

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Versicherer – darunter auch die Krankenkassen – konnten ihr Prämienvolumen auch 2019 weiter steigern.

Versicherer – darunter auch die Krankenkassen – konnten ihr Prämienvolumen auch 2019 weiter steigern.

Christian Beutler / Keystone

(sat) Das Prämienvolumen im Nichtlebens- und Lebensgeschäft der Schweizer Versicherer ist auch letztes Jahr gestiegen. Wie der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) am Donnerstag mitteilte, lag das Wachstum laut eigener Hochrechnung 2019 bei 1,7 respektive 0,6 Prozent. Dieses Plus beim Prämienvolumen führt der SVV hauptsächlich zurück auf das allgemeine Wirtschaftswachstum sowie auf den steigenden Wohlstand und die steigenden Gesundheitskosten. Einen einzigen, ganz leichten Volumen-Rückgang meldet der SVV bei Motorfahrzeugversicherungen.

«Wir bestätigen damit unsere Rolle als Treiber der Finanzindustrie», lässt sich SVV-Präsident Rolf Dörig in der Mitteilung zitieren. Laut dem Swisslife-Verwaltungsratspräsidenten tragen die Versicherer nicht nur massgeblich zur Stabilität des Finanzsystems und der gesamten Volkswirtschaft bei. Sie sind auch bedeutende und attraktive Arbeitgeber. So rechnet der Verband in seiner Hochrechnung auch für das letzte Jahr mit immer mehr Mitarbeitenden in der Branche.

Ende 2018 hatten die Privatversicherer in der Schweiz laut Mitteilung 582 Milliarden Franken Kapitalanlagen verwaltet und täglich 139 Millionen Franken für Schadenfälle und Renten ausbezahlt. Damit hätten die Versicherer im Vorjahr 4,6 Prozent zur Wertschöpfung der gesamten Schweizer Wirtschaft beigetragen und machten inzwischen brutto etwa die Hälfte der Wertschöpfung des Schweizer Finanzplatzes aus.