Schweizer Digitaltage
Bevölkerung soll grösstes digitales Kunstwerk schaffen

Im Rahmen der diesjährigen Schweizer Digitaltage soll die Bevölkerung das grösste digitale Kunstwerk erschaffen. Den Start dazu macht Bundespräsident Cassis. Danach tourt das Projekt durchs Land.

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Im Rahmen der diesjährigen Digitaltage lädt die Initiative digitalswitzerland die Bevölkerung ein, das grösste digitale Kunstwerk zu erschaffen. (Archivbild)

Im Rahmen der diesjährigen Digitaltage lädt die Initiative digitalswitzerland die Bevölkerung ein, das grösste digitale Kunstwerk zu erschaffen. (Archivbild)

Severin Bigler

Das grösste seiner Art, und doch benötigt es kaum Platz: Im Rahmen der diesjährigen Schweizer Digitaltage lädt die Organisation digitalswitzerland die Bevölkerung ein, das grösste digitale Kunstwerk des Landes zu erschaffen. Den Startschuss dazu geben wird Bundespräsident Ignazio Cassis am Montagabend in Bern, wie die Verantwortlichen gleichentags in einer Mitteilung schreiben. Danach soll das virtuelle Grossprojekt in den kommenden sieben Wochen zusammen mit einer physischen Installation an insgesamt 19 Standorten Halt machen.

Im Rahmen des digitalen Kunstwerks «swissp[AI]nt» sollen von Besucherinnen und Besuchern ausgewählte Begriffe mit künstlicher Intelligenz (artificial intelligence, kurz AI) in faszinierende Bilder umgewandelt werden. Das Kreieren der Bilder funktioniere «spielend leicht über den Touchscreen-Kunstgenerator», schreibt digitalswitzerland. Nötig ist einzig eine Anmeldung im Voraus. Danach sollen die einzelnen Werke zu einer digitalen Collage zusammengefügt und am Ende der Schweizer Digitaltage für einen guten Zweck versteigert werden. Dies als sogenannte NFTs, also als non-fungible token.

Beitrag zu dritter Crypto Stamp

Unter dem Begriff NFT werden eindeutige, digitale Schlüssel respektive Echtheitszertifikate verstanden. Diese finden zunehmend auch Eingang im Kunstbereich. Zudem sollen die von den Besuchern geschaffenen digitalen Werke in die nächste Swiss Crypto Stamp einfliessen – also in weitere Briefmarken der bereits laufenden Crypto-Serie des Projektpartners Post.

Ziel der sechsten Schweizer Digitaltage ist es, «die unterschiedlichsten Dimensionen der Digitalisierung erlebbar» zu machen, wie es in der Mitteilung heisst. Das Programm der Stopps in den unterschiedlichen Regionen soll dabei den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden. Initiant von digitalswitzerland ist Ringier-CEO Marc Walder. Im Vorstand sind auch Vertreterinnen und Vertreter von Migros, Post, CSS, UBS, Helvetia, IBM oder Microsoft. Die Organisation versteht sich als landesweite, branchenübergreifende Initiative, welche die Schweiz als führenden digitalen Innovationsstandort stärken und verankern will. (sat)

Standorte und Programmdetails www.digitaltage.swiss