Schweizer Banken sind bei neuen FinTech-Lösungen noch zurückhaltend

Das Wachstum auf dem Markt für Finanztechnologie hat sich 2019 verlangsamt, die Branche ist aber weiter gereift. Für die Schweizer Banken hat FinTech noch eine tiefe Priorität.

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Der Innovationsdruck auf traditionelle Finanzdienstleister könnte sich künftig weiter erhöhen.

Der Innovationsdruck auf traditionelle Finanzdienstleister könnte sich künftig weiter erhöhen.

PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

(agl) Die Hochschule Luzern publiziert jedes Jahr die «IFZ FinTech Study» zur Entwicklung der Finanztechnologie-Unternehmen. Die FinTech-Branche nutzt moderne Technologien, um Prozesse im Finanzbereich zu ergänzen oder zu verbessern. Und sie entwickelt neue digitale Produkte und Dienstleistungen.

Aktuell gibt es 382 FinTech-Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. 2019 ist die Branche um 7 Prozent gewachsen. Verglichen mit 2018, wo es ein Wachstum von 62 Prozent gab, scheint dies aber wenig.

Erste Vorreiter-Banken verbreiten Innovationen

Wie die Hochschule schreibt, ist der Sektor im letzten Jahr jedoch weiter gereift. Reifung bedeutet hier höhere Mitarbeiterzahlen in den Unternehmen sowie grössere Finanzierungsvolumen.

Die Ergebnisse der Studie deuten ausserdem darauf hin, dass die Schweizer Banken noch zurückhaltend sind, was die Implementierung von FinTech-Lösungen betrifft. Aktuell tauchen erste Vorreiter-Banken im Markt auf, die Neuheiten in der Branche verbreiten und den Innovationsdruck auf traditionelle Finanzdienstleister künftig weiter erhöhen.