«Rauchfreie Zukunft»: Philip Morris will in der Schweiz bis zu 265 Stellen abbauen

Philip Morris richtet sich neu aus. Damit verbunden ist der Abbau und die Verlagerung von Hunderten Jobs von Lausanne und Neuenburg ins Ausland. Die Schweiz verlassen will der Tabakmulti jedoch nicht.

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Der internationale Hauptsitz von Philip Morris in Lausanne – von hier wird der Konzern umgebaut und sollen Stellen in der Schweiz abgebaut werden.

Der internationale Hauptsitz von Philip Morris in Lausanne – von hier wird der Konzern umgebaut und sollen Stellen in der Schweiz abgebaut werden.

Laurent Gillieron / Keystone

(sat) Philip Morris Products S.A., eine Schweizer Tochtergesellschaft des internationalen Tabakkonzerns, hat dazu am Montag die Angestellten in Lausanne und Neuenburg zur Mitwirkung an einer Konsultation eingeladen. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, seien auch die kantonalen Behörden bereits über die Umstrukturierungspläne im Bild.

«In den letzten Jahren haben wir unsere Belegschaft aufgestockt und neue Berufsprofile eingestellt, um unsere Vision einer rauchfreien Zukunft so schnell wie möglich zu verwirklichen», lässt sich Charles Bendotti, Senior Vice President des Philip Morris-Bereichs People & Culture, in der Mitteilung zitieren. Jetzt gehe es darum, diese umzusetzen. «Wir bleiben der Schweiz verpflichtet», ergänzt Bendotti. So blieben das globale Operations-Center und das weltweite Forschungs- und Entwicklungszentrum hier.

Mehr als die Hälfte der Stellen werden ausgelagert

In einer ersten Phase sei es das Ziel, den Konzern in eine schlankere und nachhaltige Organisation umzubauen. Ungefähr 60 Prozent der vermutlich 265 vom Um- und Abbau in der Schweiz betroffenen Stellen sollen ins Ausland verlagert werden; als Ersatzstandorte in der Mitteilung konkret genannt werden Lissabon, London und Krakau. Spätestens bis Ende März sollen die vom Konzernumbau betroffenen Mitarbeitenden informiert werden.

Der Tabakmulti verspricht einen Sozialplan über der Marktpraxis. Die Mitarbeitenden einer weiteren Schweizer Tochtergesellschaft, Philip Morris S.A., sowie deren im Rahmen eines Gesamtarbeitsvertrages beschäftigten Mitarbeiter seien von der Umstrukturierung nicht betroffen.

Die zweite, nicht näher umschriebene Phase der Umstrukturierung, soll laut Mitteilung ab April 2020 beginnen.