Passagierflaute auf dem Vierwaldstättersee: Stellen werden abgebaut und der Fahrplan reduziert

Die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee verzeichnet wegen der Coronakrise weniger Passagiere und weniger Erträge. Sie entlässt deswegen Personal und reduziert ihr Angebot für 2021.

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Wegen der Coronakrise muss die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) Stellen abbauen.

Wegen der Coronakrise muss die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) Stellen abbauen.

Dominik Wunderli

(hb/dpo) Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Passagierrückgang von insgesamt rund 50 Prozent und einem Ertragseinbruch von bis zu 15 Millionen Franken. Auch für das Jahr 2021 sei mit 25 Prozent weniger Passagieren zu rechnen, teilte die SGV am Mittwoch mit.

Die fehlenden Einnahmen müssten unter anderem mit Kosteneinsparungen kompensiert werden. Einzelne Mitarbeitende müssten entlassen und Pensen reduziert werden. Zudem erfolgen weitere Einsparungen bei Sachaufwänden in den Bereichen Marketing, Administration und Schiffsunterhalt, wie es in der Mitteilung heisst. Je nach Entwicklung der Nachfragesituation kann die SGV weitere Sparmassnahmen nicht ausschliessen.

Neben dem Stellenabbau wird die Schifffahrtsgesellschaft 2021 auch ihr Fahrplanangebot reduzieren, und zwar um rund 20 Prozent. Bereits im August hat Stefan Schulthess, Direktor der SGV und Präsident des Verbands Schweizerischer Schifffahrtsunternehmen, ein düsteres Bild des laufenden Geschäftsjahres gezeichnet. In der Herbstsession haben National- und Ständerat Finanzhilfen für Schifffahrtsbetriebe und andere touristische Verkehrsangebote gesprochen. Bedingung für die Bundeshilfe ist, dass die Kantone als Geldgeber vorangehen.