Onlinehandel
Schweizer Kundschaft kauft Mode gerne wieder im Geschäft ein

Die Umsätze im Onlinehandel sind rückläufig. Etwa im Modesektor brach der Onlineumsatz im ersten Quartal 2022 um rund einen Drittel ein. Lebensmittel werden dagegen weiter gerne im Internet gekauft.

Drucken
Nach dem Ende der Coronamassnahmen pendeln sich die Onlineumsätze wieder ein. Kleider werden etwa wieder gerne im Geschäft anprobiert. (Archivbild)

Nach dem Ende der Coronamassnahmen pendeln sich die Onlineumsätze wieder ein. Kleider werden etwa wieder gerne im Geschäft anprobiert. (Archivbild)

Keystone

Nach dem Ende der Coronamassnahmen haben die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten ihr Einkaufsverhalten wieder angepasst: Sie haben im ersten Quartal 2022 über praktisch alle Segmente hinweg weniger in Onlineshops eingekauft. Das zeigen am Montag veröffentlichte Datenauswertungen der Swiss Retail Federation. Die Schweiz folge damit dem weltweiten Trend.

Vor einem Jahr war das erste Quartal allerdings aufgrund der Coronamassnahmen von Ladenschliessungen geprägt. Der Verband der Detailhandelsunternehmen will daher beobachten, wie sich das Konsumverhalten in den kommenden Quartalen entwickelt. Dennoch geht er von einer «vergleichsweisen Normalisierung» aus.

«Künstlich befeuerter» Onlinehandel normalisiert sich

«Es zeigt sich, dass durch die staatlichen Eingriffe während der Pandemie, der Onlinehandel sozusagen künstlich befeuert wurde und sich dieser nun wieder normalisiert», wird Dagmar T. Jenni, Direktorin der Swiss Retail Federation, in der Mitteilung zitiert. Zudem hätten die Konsumentinnen und Konsumenten einen Teil ihres Konsums im Detailhandel substituiert. «Dieser Konsum fällt nun langsam aus dem Detailhandelsumsatz raus.» Auch habe sich die allgemeine Wirtschaftslage abgekühlt.

So brach gemäss Verband der Onlinehandel im Modesektor um rund einen Drittel ein. Er führt dies auf das «grosse Bedürfnis» der Kundschaft zurück, Kleider im Laden anzuprobieren. Eine mittelfristige Konsumveränderung stellt der Verband hingegen bei Lebensmitteln fest. Deren Onlinehandel wachse entgegen dem generellen Trend noch immer. Der Verband glaubt, die Kunden hätten während der Pandemie zu schätzen gelernt, sich haltbare und eher schwere Lebensmittel nach Hause liefern zu lassen. (abi)