Öffentlicher Verkehr
Nach Corona-Schliessung: Nachtlinien werden im Juli wieder aufgenommen

Die Nachtlinien im öffentlichen Verkehr werden schweizweit am Wochenende vom 3./4. Juli wieder aufgenommen. Darauf haben sich die Anbieter und der Bund geeinigt.

Samuel Thomi
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Fahren ab dem 3./4. Juli wieder: Die Nachtbusse und -züge in der Schweiz – im Bild ein Fahrzeug des ZVV.

Fahren ab dem 3./4. Juli wieder: Die Nachtbusse und -züge in der Schweiz – im Bild ein Fahrzeug des ZVV.

HO

Die vom Bundesrat beschlossenen jüngsten Lockerungsmassnahmen lassen für die kommenden Wochen auch im öffentlichen Verkehr eine Rückkehr zu einer gewissen Normalität erwarten. Wie die SBB am Dienstag mitteilen, sollen darum bald ab Juli Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer wieder mit Zügen und Bussen nach Hause fahren können. SBB und Postauto als Systemführerinnen Schiene und Strasse hätten sich mit dem Bundesamt für Verkehr und den Kantonen für dieses koordinierte Vorgehen entschieden. Aufgrund der anspruchsvollen betrieblichen Planung sei ein früherer Start der Nachtnetze nicht möglich.

Im Grossraum Zürich beispielsweise geht die Wiederaufnahme des Nachtnetztes zugleich mit einer Neuerung einher: Der Nachtzuschlag von fünf Franken entfällt. Bereits im vergangenen Sommer ist beschlossen worden, diesen abzuschaffen. Weil das Nachtnetz aber Anfang Jahr coronabedingt eingestellt war, kamen die Fahrgäste bisher noch nicht in den Genuss dieser Vergünstigung und Vereinfachung. Künftig reicht laut einer Mitteilung des Verkehrsverbunds ZVV vom Dienstag für die Benützung des Zürcher Nachtnetzes lediglich ein gültiges öV-Ticket.

SBB nehmen auch Restaurantbetrieb wieder auf

Ab dem 11. Juli wird die SBB in ihren Zügen zudem die Restaurants wieder öffnen. Es wird jedoch ein Schutzkonzept gelten und nicht alle Plätze werden freigegeben, um den Mindestabstand zwischen den Gästen einhalten zu können.

Festhalten will der öV in der Schweiz indes vorerst an seinem strengen Schutz- und Reinigungskonzept, wie die SBB schreiben. Teil davon ist einerseits die Maskenpflicht in allen Verkehrsmitteln sowie au Perrons und in Bahnhöfen. Zudem reinigt beispielsweise das SBB-Personal seit Beginn der Coronapandemie Züge und Bahnhöfe öfter und intensiver. Derzeit stehen dafür laut Mitteilung rund 1000 Personen im Einsatz. Klimaanlagen und Lüftung sorgten zudem für ausreichend Frischluft und Luftzirkulation.