Luzerner Kantonalbank steigert Gewinn im ersten Halbjahr

Im Kerngeschäft mit den Zinsen legt das Luzerner Finanzinstitut zu. Im Rahmen des Kreditprogramms des Bundes gewährte die LUKB Kredite von insgesamt 248,1 Millionen Franken.

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Aussenansicht des Hauptsitzes der Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse in Luzern.

Aussenansicht des Hauptsitzes der Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse in Luzern.

Bild: Pius Amrein (25. Juni 2020)

(mim) Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat den Konzerngewinn im ersten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3 Prozent auf 103,5 Millionen Franken gesteigert. Beim Geschäftsertrag resultierte ebenfalls ein Plus von knapp 3 Prozent auf 255,2 Millionen Franken, wie das Finanzinstitut am Donnerstag mitteilte.

Im Kerngeschäft mit den Zinsen legte die Bank ebenfalls zu. Die LUKB verbesserte den Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft gegenüber dem Vergleichswert von Mitte 2019 um 2,6 Prozent auf 178,9 Millionen Franken. Massgeblich dazu beigetragen habe der Erfolg aus dem Tresorerie- und Absicherungsgeschäft. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg dank höheren Erträgen aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft um 5,5 Prozent auf 51,5 Millionen Franken. Der übrige ordentliche Erfolg hingegen wurde im März 2020 wegen des Börseneinbruchs stark durch Buchverluste belastet. Im zweiten Quartal 2020 konnte die LUKB den im Vorquartal eingefahrenen Verlust von minus 10,9 Millionen Franken kompensieren, so dass der kumulierte Erfolg Mitte Jahr 2020 wieder im Plus bei 460'000 Franken lag. Die LUKB wuchs bei den Kundenausleihungen per 30. Juni 2020 nach Verrechnung mit den Wertberichtigungen um 1,451 Milliarden Franken auf 34,135 Milliarden Franken (plus 4,4 Prozent).

Im Rahmen des Kreditprogramms des Bundes gewährte die LUKB bis Ende Juli 2020 total 1738 Kredite von insgesamt 248,1 Millionen Franken an KMU, Unternehmen und Start-ups. Bereits vor dem Covid-19-Kreditprogramm des Bundes hatte die LUKB 50 Millionen Franken Kredite als Soforthilfe für betroffene KMU-Kunden bereitgestellt und den Kreditbetrag wegen der hohen Nachfrage auf 100 Millionen Franken erhöht.

Die Bank sieht sich auf dem Weg dazu, die Ziele der laufenden Strategieperiode bis Ende 2020 zu erreichen. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen und der zwischenzeitlich erfolgten Markterholung erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Konzerngewinn 2020 im obersten Bereich der ausgewiesenen Gewinnzahlen von 2016 bis 2019 liegen werde (Bandbreite: 187 bis 205 Millionen Franken), teilte die Bank mit.