Lohnverhandlungen 2022
Travail Suisse: Die wirtschaftliche Erholung muss auch bei den Löhnen ankommen

Die Wirtschaft erholt sich wieder von der Coronakrise. Nun müssen auch die Arbeitnehmenden davon profitieren, fordert Travail Suisse: und zwar in Form von Lohnerhöhungen.

Drucken
Lohnerhöhungen fordern die Arbeitnehmerverbände etwa im Bereich Post/Kommunikation. (Symbolbild)

Lohnerhöhungen fordern die Arbeitnehmerverbände etwa im Bereich Post/Kommunikation. (Symbolbild)

Keystone

Die Coronapandemie hat deutliche Spuren in der Wirtschaft hinterlassen. Doch die Schweiz ist vergleichsweise gut durch die Krise durchgekommen. So hat bereits im ersten Halbjahr 2021 eine starke Erholung stattgefunden. Die Arbeitnehmenden hätten zur Bewältigung der Krise «mit grossem Einsatz und viel Flexibilität» beigetragen, so die Gewerkschafts-Dachorganisation Travail Suisse.

Entsprechend sollen diese jetzt auch am Aufschwung beteiligt werden, wie der Arbeitnehmerverband in einer Mitteilung vom Donnerstag fordert. «Es muss verhindert werden, dass die Arbeitnehmenden die Hauptlast dieser Krise zu tragen haben.» Die Löhne müssten in fast allen Branchen mindestens um die anziehende Teuerung erhöht werden. «In vielen Branchen liegen gar deutliche Lohnerhöhungen drin», so Travail Suisse weiter.

Die verschiedenartige Wirtschaftslage in der Krise lasse jedoch keine allgemeingültigen Lohnforderungen zu. Darum will Travail Suisse gemeinsam mit den Verbänden Syna, Transfair und der Hotel & Gastro Union je nach Lage der jeweiligen Branche mit differenzierten Lohnforderungen in die Verhandlungen gehen.

Lohnerhöhungen im Gesundheitswesen

Die Gewerkschaft Syna fordert laut Mitteilung im Gesundheitswesen generelle Lohnerhöhungen von vier Prozent, individuelle Lohnerhöhungen von einem Prozent und Corona-Prämien in Form eines 14. Monatslohnes in Ferien oder Geld.

Auch im Detailhandel seien generelle Lohnerhöhungen von zwei Prozent und individuelle Lohnerhöhungen von einem Prozent möglich, heisst es. Auch der Personalverband Transfair erhebt Anspruch auf Lohnerhöhungen in den Branchen Kommunikation, Post/Logistik, im öffentlichen Verkehr und der öffentlichen Verwaltung. (dpo)

Aktuelle Nachrichten