Lebensmittel
Nestlé-Chef träumt von Smartwatch, die Ernährungstipps gibt

Personalisierte Ernährung wird laut Nestlé-Chef Mark Schneider immer mehr zum Trend. In Zukunft könnte eine Smartwatch durch die Haut ablesen, welche Nährstoffe die Menschen gerade brauchen.

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Die Smartwatch stellt den Speiseplan zusammen: So zumindest der Traum von Nestlé-Chef Mark Schneider. (Symbolbild)

Die Smartwatch stellt den Speiseplan zusammen: So zumindest der Traum von Nestlé-Chef Mark Schneider. (Symbolbild)

Keystone

Der personalisierte Speiseplan: Das ist laut Nestlé-Chef Mark Schneider einer der grossen Trends in der Lebensmittelbranche, wie er in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen sagt. «Was für mich gesund ist, kann für Sie gesundheitlich bedenklich sein», so Schneider. Während es heute Bluttests zur Bestimmung der persönlichen Bedürfnisse braucht, hat er eine andere Vision: «Wenn ich mal träumen darf: Irgendwann wird Ihre Smartwatch das durch die Haut ablesen können.»

Bei Hundefutter setzt Nestlé schon länger auf Nahrung, die auf Grösse, Alter oder Bewegungsbedarf des Hundes abgestimmt sind. Und für den Menschen hat Nestlé in den USA bereits personalisierte Vitamine im Angebot. «Über die nächsten zehn, zwanzig Jahre wird sich das auf die normale Ernährung ausweiten», sagte Schneider. Denn jeder Mensch habe andere Bedürfnisse, die auch zeitlich variieren könnten, zum Beispiel, ob man gerade Sport gemacht hat oder ob man eine Erkältung hat.

200 Millionen Umsatz mit Fleisch-Alternativen

Einen zweiten «richtig grossen» Trend sieht Schneider bei Fleisch-Alternativen. Noch sei es eine Minderheit, die kein Fleisch esse, aber diese werden «rapide grösser» mit langfristigem Potenzial. «Wir reden hier von einem 10- bis 20-Jahre-Trend.» Nestlé macht mit reinen Fleischersatzprodukten bereits heute einen Umsatz von 200 Millionen allein in der Schweiz, wie Schneider sagte. Die Wachstumsraten liegten im zweistelligen Bereich.

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