LafargeHolcim präsentiert trotz Krise ein solides Ergebnis

Das Unternehmen reduziert seine Investitionen, sieht aber zuversichtlich in die Zukunft. Der Nettoverkaufsertrag ist im ersten Quartal nur um 3,3 Prozent gesunken.

Drucken
Teilen
LafargeHolcim setzt darauf, dass die Baubranche auch in der Krise Robustheit zeigt.

LafargeHolcim setzt darauf, dass die Baubranche auch in der Krise Robustheit zeigt.

Keystone

(wap) Dank starker Bilanz und Liquidität sei LafargeHolcim gut aufgestellt für die Krise, meldete das Unternehmen bei der Veröffentlichung des Quartalesergebnisses am Donnerstag. Der Nettoverkaufsertrag fiel mit 5,293 Milliarden Franken nur 3,3 Prozent tiefer aus als im Vorjahresquartal, der wiederkehrende EBIT mit 262 Millionen Franken um 2,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr.

Das Unternehmen verweist darauf, dass man frühzeitig auf die Pandemie reagiert und strenge Gesundheitskonzepte umgesetzt habe. Dies habe es möglich gemacht, auch in der Krise weiter zu arbeiten. In China etwa habe man grosse Mengen Beton für den Bau von Notkrankenhäusern gespendet.

In Europa sei das Wachstum besonders in den osteuropäischen Ländern auch im ersten Quartal 2020 gut gewesen, in Deutschland und Österreich sehe man ein robustes Ergebnis, in Frankreich, Grossbritannien und Spanien habe die Pandemie auf das Volumen gedrückt.

Für das zweite Quartal sei man gut aufgestellt. Das Unternehmen gibt an, über eine Liquidität von 8 Milliarden Franken in bar zu verfügen, dazu kommen ungenutzte vereinbarte Kreditlinien.

Im Rahmen des unternehmensinternen Krisenprogramms werden nun Investitionen heruntergefahren. Angestrebt ist eine Reduktion des Investitionsvolumens um 400 Millionen Franken und eine Senkung der Fixkosten um 300 Millionen Franken. Angesichts der Erholung in China blicke man zuversichtlich in die Zukunft.