Kahlschlag bei General Electric: Produktion in Oberentfelden wird eingestellt

Schock für über 500 Mitarbeiter von General Electric im Aargau: Der Standort Oberentfelden wird nicht nach Birr verlagert, sondern soll aufgelöst werden. 436 Stellen fallen weg.

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General Electric (GE) baut über 430 Stellen ab.

General Electric (GE) baut über 430 Stellen ab.

Sandra Ardizzone / BAD

(pmü) Wie General Electric am Freitagmittag mitteilt, soll der Standort Oberentfelden nicht nach Birr verlagert, sondern aufgelöst werden. Es würden 436 Stellen in Oberentfelden wegfallen. 57 Stellen würden in der Schweiz beibehalten. Diese Stellen stammten hauptsächlich aus den Bereichen F&E, Fulfilment, Commercial sowie Services zur Betreuung der installierten Basis in der Schweiz, schreibt GE. Ob die Stellen nach Frankreich oder in andere Länder verschoben werden, wie kolportiert, dazu machte das Unternehmen in der Medienmitteilung keine Angaben.

Noch ist der Entscheid offenbar nicht definitiv. Die Massnahme liegt «zur Prüfung» beim Europäischen Betriebsrat des Konzerns. Das Unternehmen hält fest: «Die endgültige Entscheidung (...) wird erst dann getroffen, wenn die Konsultationsverfahren des Europäischen Betriebsrats sowie auch auf lokaler Ebene in der Schweiz abgeschlossen sind.» Damit wird Ende Jahr gerechnet.

Das Unternehmen will vom Stellenabbau Betroffenen eine interne Stellenvermittlung anbieten. Bei vergleichbaren Massnahmen hätten über 90 Prozent der Mitarbeitenden am Ende ihrer Anstellung eine neue Stelle gefunden. Grund für den erneuten Stellenabbau seien düstere Zukunftsaussichen im Markt, vor allem im Bereich «gasisolierte Schaltanlagen».