Jeder zehnte Schweizer hat die Stelle gewechselt

In der Schweiz wechseln Arbeitnehmer häufig die Stelle. Jeder fünfte arbeitet 2019 nicht mehr am selben Ort wie im Jahr zuvor. Dies zeigen neue Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS).

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In der Gastronomie gab es besonders viele Stellenwechsel zwischen 2018 und 2019. (Symbolbild)

In der Gastronomie gab es besonders viele Stellenwechsel zwischen 2018 und 2019. (Symbolbild)

Stefan Kaiser

(mg) 9,8 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen haben dabei das Unternehmen gewechselt. 2,9 Prozent arbeiten in einer anderen Funktion innerhalb desselben Unternehmens. Weitere 1,8 Prozent wurden erwerbslos und noch einmal 4,6 Prozent sind aus dem Erwerbsleben ausgetreten. Das schreibt das BFS in einer Publikation zur beruflichen Mobilität in der Schweiz vom Donnerstag. Wie ein Blick in die Statistik zeigt, entspricht der Gesamtwert von 12,7 Prozent an Stellenwechslern dem Vorjahreswert.

Wenig überraschend sind die wichtigsten Gründe für einen Stellenwechsel. Meist genannt wurden dabei «unbefriedigende Arbeitsbedingungen» und der «Wunsch nach Veränderung». Danach folgen die Entlassung und das Ende eines befristeten Vertrages. Während jüngere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zwischen 15 bis 24 Jahren öfters (22,9 Prozent) die Stelle gewechselt haben, sinkt die Quote bei zunehmenden Alter stark ab. Bei den 55- bis 64-Jährigen waren es gerade einmal 4,7 Prozent.

Wer lange bleibt, der wechselt weniger

Auch die typischen «Sesselkleber» sind in der Studie wissenschaftlich belegt: «Je länger jemand eine Stelle besetzt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Wechsels», heisst es in der Mitteilung des BFS. Besonders viele Wechsel wurden in den Branchen «Gastgewerbe» sowie «Immobilien, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen» beobachtet.