Hotellerie-Verband fordert Erlass von Corona-Schulden für einzelne Betriebe

Kaum ist die Unterstützung an die Hotelleriebranche geflossen, folgt die nächste Forderung: Der Verband Hotelleriesuisse will einen Schuldenerlass für Härtefälle.

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Die Hotellerie ist vor allem in den Städten schwer getroffen worden (Symbolbild).

Die Hotellerie ist vor allem in den Städten schwer getroffen worden (Symbolbild).

Keystone

(gb./wap) Der Branchenverband Hotelleriesuisse fordert in einem neuen Positionspapier einen Schuldenerlass der Corona-Kredite für Hotels, die unverschuldet in existenzielle Nöte geraten sind. Dies berichtete am Sonntag die Neue Zürcher Zeitung. Anstatt die Corona-Kredite zurückzuzahlen, könnten die Hotellerie-Unternehmer sie für Investitionen verwenden und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

«Es geht nicht darum, flächendeckend Geld zu verteilen», sagt Züllig, Präsident von Hotelleriesuisse auf Anfrage von CH Media. «Aber die, die sich unverschuldet in Konkursgefahr befinden, sollen von einem Härtefall-Fonds profitieren.» Konkret fordert der Verband eine Herabsetzung des Zinssatzes auf 0 Prozent für die gesamte Kreditlaufzeit.

Schuldenerlass nur nach klaren Kriterien

Durch die Verschuldung mit den Corona-Krediten sei die Konkursgefahr bei vielen Betrieben gestiegen, so Züllig. Doch wie sollten die Betriebe ausfindig gemacht werden, die von den Forderungen profitieren könnten? Für Züllig wäre hierfür die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit die geeignete Institution. «Die Kriterien müssten von ihr klar definiert und geprüft werden.»

Das Papier des Branchenverbands liegt auch CH Media vor. Es enthält eine Vielzahl weiterer Forderungen, wie etwa eine Verlängerung der Frist für den Bezug von Kurzarbeitsentschädigungen von 12 auf 18 Monate. Dem Verband geht es aber auch um die allgemeinen Rahmenbedingungen für die Branche. Er fordert eine Weiterführung der bilateralen Verträge mit der EU und die Förderung des Messe- und Kongresstourismus.