Gewerkschaft Unia fordert Alternativen zum Stellenabbau bei Manor

Die Unia wehrt sich gegen die angekündigte Streichung von rund 500 Stellen bei Manor. In einem Konsultationsverfahren sollen gemeinsam mit den Angestellten Alternativen zu den Entlassungen besprochen werden.

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Rund 500 Angestellte müssen Manor wohl bald verlassen.

Rund 500 Angestellte müssen Manor wohl bald verlassen.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

(gb.) Die Manor-Gruppe hat am Montag bekannt gegeben, fast 500 Stellen zu streichen. Angesichts dessen befürchtet die Gewerkschaft Unia eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, wie sie in einer ersten Stellungnahme auf den Entscheid schreibt. Der Abbau führe zu noch mehr Stress, das Personal sei bereits jetzt notorisch unterbesetzt.

Die Unia fordert deshalb ein Konsultationsverfahren. Dabei sollen die Angestellten die Möglichkeit erhalten, Alternativen zu den Entlassungen vorzuschlagen. Zudem sollen Sozialpläne ausgearbeitet werden und zwar «bessere, als wir es bisher von Manor gewohnt sind», heisst es in der Mitteilung weiter.

Lohneinbussen sollen verhindert werden

Auch allfällige Lohneinbussen bereiten der Gewerkschaft Sorgen. Weil die Mehrheit der Angestellten während des Lockdowns in Kurzarbeit war, müsse Manor die Lohneinbussen kompensieren. Die Gruppe habe die notwendigen Mittel, um die Forderungen zu erfüllen, heisst es seitens der Gewerkschaft.

Manor hat bereits Anfang Jahr 79 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Nun will die Gruppe 91 Stellen am Hauptsitz in Basel und 385 Stellen in Warenhäusern in der ganzen Schweiz abbauen. Gleichzeitig plant das Unternehmen den Umbau zu einem stärkeren Digitalgeschäft und stellt dafür einen Digitalisierungs-Chef ein. Für die Entlassenen sei bereits ein Sozialplan ausgearbeitet worden.