Geberit verzeichnet wegen Corona Umsatzrückgang in Absatzmärkten

Die Geschäftsentwicklung der Geberit Gruppe war im ersten Halbjahr 2020 durch die Coronapandemie geprägt. Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern eine Normalisierung der Bauindustrie.

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Coronabedingte Massnahmen führten im ersten Halbjahr 2020 zu einem Umsatzrückgang in den europäischen Absatzmärkten von Geberit.

Coronabedingte Massnahmen führten im ersten Halbjahr 2020 zu einem Umsatzrückgang in den europäischen Absatzmärkten von Geberit.

Keystone

(dpo) Der währungsbereinigte Nettoumsatz des Sanitätstechnikkonzerns Geberit sank in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 um 4,5 Prozent auf 1,46 Milliarden Franken gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich um 10,5 Prozent auf 386 Millionen und der Reingewinn verminderte sich um 13,9 Prozent auf 315 Millionen, wie Geberit in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

Die Bauindustrie in Europa sei durch die Auswirkungen der Coronapandemie negativ beeinflusst worden, heisst es im Communiqué weiter. So seien in Italien, Frankreich, Grossbritannien und Spanien die meisten Baustellen während längerer Zeit still gestanden.

Die Märkte in diesen Ländern hätten dementsprechend deutliche Nettoumsatzrückgänge hinnehmen müssen. Deutschland, die nordischen Länder, Osteuropa, die Schweiz und Österreich verzeichneten laut Mitteilung hingegen Zuwächse beim Nettoumsatz. Insgesamt sei der währungsbereinigte Nettoumsatz in Europa um 3,3 Prozent zurückgegangen.

Normalisierung in zweiten Jahreshälfte erwartet

Die finanzielle Situation der Geberit Gruppe sei gemäss eigenen Angaben weiterhin sehr solid. Das am 6. Juni 2017 gestartete Aktienrückkauf-Programm sei im April 2020 abgeschlossen worden. Im Rahmen dieses Programms wurden Aktien zu einem Betrag von 440 Millionen erworben, heisst es in der Mitteilung. Die Generalversammlung stimmte einer um 4,6 Prozent erhöhten Dividende von 11.30 Franken zu.

Vorausgesetzt, dass es zu keinem erneuten Lockdown kommt, geht die Unternehmensleitung des Konzerns von einer weiteren Normalisierung der Bauindustrie im Verlauf der zweiten Jahreshälfte aus. Für das zweite Halbjahr 2020 erwartet Geberit einen währungsbereinigten Nettoumsatz leicht unter dem Vorjahreswert.