Finanzmarkt
Verlust an Biodiversität: WWF appelliert an die Schweizerische Nationalbank

Umweltzerstörung ist ein schwerwiegendes Risiko für Finanzsysteme. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht des WWF. Die Organisation nimmt deshalb Zentralbanken in die Pflicht.

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Der Regenwald in Brasilien ist der grösste der Welt - doch er wird immer kleiner. Aus Sicht des WWF ist das auch eine Gefahr für das Finanzsystem.

Der Regenwald in Brasilien ist der grösste der Welt - doch er wird immer kleiner. Aus Sicht des WWF ist das auch eine Gefahr für das Finanzsystem.

Keystone

Abholzung der Wälder, Monokulturen und Überfischung: Diese Praktiken bedrohten nicht nur die Biodiversität, sondern würden auch finanzielle Risiken beinhalten. Das bekräftigt der WWF in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Eine entscheidende Rolle fällt dabei den Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden zu. Diese verfügten unterdessen über ein ausreichendes Fachwissen, um mit klimabedingten Risiken umgehen zu können, so der WWF. Nun werde es Zeit, dass sie Nutzen aus ihrem Wissen zögen, um andere Umweltaspekte in ihre Vorschriften aufzunehmen.

Die Zentralbanken müssten Banken, Versicherungen und Pensionskassen ermuntern, den Wandel zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu vollziehen, fordert der WWF. Gewisse Zentralbanken hätten damit bereits begonnen. Nun müssten auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Finanzmarktaufsicht (Finma) nachziehen. Der WWF empfiehlt, dass die beiden Akteure in Übereinstimmung mit den Umweltzielen der Schweiz handeln. (rwa)

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