Einkaufsmanagerindex steigt, bleibt aber unterhalb der Wachstumsschwelle

Der Einkaufsmanagerindex, ein Frühindikator für die Konjunkturentwicklung, stieg im Februar auf 49.5 Zähler. Ein Teil des Anstiegs geht auf längere Lieferfristen zurück.

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Massnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus dürften die Lieferfristen in der Logistik noch verlängern. (Symbolbild)

Massnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus dürften die Lieferfristen in der Logistik noch verlängern. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Im Februar 2020 ist der sogenannte Purchasing Managers’ Index (PMI) um 1,7 Punkte nach oben geklettert. Mit 49.5 Zählern notiert er nun auf dem höchsten Stand seit März 2019, bleibt jedoch weiterhin unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Hingegen stimme positiv, dass das Produktionsniveau im Vergleich zum Vormonat beinahe gehalten werden konnte, teilte die Credit Suisse mit. Die Grossbank berechnet den Index zusammen mit procure.ch, dem Fachverband für Einkauf und Supply Management.

Die Subkomponente «Auftragsbestand» liegt mit 45.6 Punkten deutlich unterhalb der Wachstumszone, was laut Mitteilung in Zukunft keine Produktionssteigerungen erwarten lässt.

Weiter geht hervor, dass die Subkomponente «Lieferfristen» angestiegen ist um 8.1 Punkte auf 55.9 Zähler. Das sei im gegenwärtigen Umfeld «kein gutes Zeichen», heisst es im PMI-Bericht. Normalerweise deuten längere Lieferfristen auf höhere Kapazitätsauslastungen hin. Derzeit dürften die Fristen aber durch Massnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus länger werden. Noch scheinen die Herausforderungen in der Logistik aber überschaubar zu sein, kommt der Bericht zum Schluss.

Der PMI des Dienstleistungssektors gab ebenfalls nach (-5.4 Punkte), liegt jedoch mit einem Stand von 51.9 Zählern nach wie vor in der Wachstumszone.