Der Schweizer Pharmakonzern Novartis muss in den USA 337 Millionen Dollar Busse bezahlen

Der Pharmakonzern Novartis ist in Amerika im Zusammenhang mit einer griechischen Korruptionsaffäre zu Strafgeldzahlungen von 337 Millionen Dollar verknurrt worden.

Renzo Ruf aus Washington
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Novartis, das Unternehmen von CEO Vas Narasimhan, muss amerikanischen Behörden insgesamt 337 Millionen Strafe zahlen.

Novartis, das Unternehmen von CEO Vas Narasimhan, muss amerikanischen Behörden insgesamt 337 Millionen Strafe zahlen.

Patrick Straub / Keystone

Rund zwei Drittel dieser Summe fliessen dem US-Justizministerium zu, das gegen die griechische Novartis-Tochter strafrechtlich vorgegangen ist. Der Börsenaufsicht SEC muss Novartis rund 113 Millionen Dollar abliefern, wie einer Mitteilung des Unternehmens von CEO Vas Narasimhan am Donnerstag zu entnehmen ist.

Im Zentrum der Ermittlungen stand eine undurchsichtige Affäre, die in Athen auch «Novartis Gate» genannt wird: Die amerikanischen Ermittlungsbehörden sehen es als erwiesen an, dass die griechische Novartis-Tochter von 2012 bis 2015 versucht habe, durch illegale Zahlungen an Mediziner ihre Marktposition zu verbessern. Im Zentrum stand dabei das verschreibungspflichtige Medikament Lucentis, das von der inzwischen selbständigen ehemaligen Novartis-Tochter Alcon hergestellt wird. Das Unternehmen Alcon, dessen Hauptsitz sich nun in Genf befindet, muss knapp 9 Millionen Dollar Busse bezahlen.

Für die Behauptung, dass Novartis auch griechische Politiker geschmiert habe, gibt es in den amerikanischen Gerichtsdokumenten allerdings keine Beweise, wie Novartis schreibt. Zuvor habe eine interne Untersuchung ebenfalls keine Hinweise auf solche Zahlungen gefunden. Entsprechende Vorwürfe waren in Athen von der 2019 abgewählten Regierung des linken Ministerpräsidenten Alexis Tsipras erhoben worden.