Dank Chemie und Pharma bricht die Handelsbilanz alle Rekorde

Der Schweizer Aussenhandel entwickelte sich auch 2019 positiv. Insgesamt wurden Waren im Wert von 242,3 Milliarden Franken exportiert. 

Hören
Drucken
Teilen
Das Wachstum der Pharmaindustrie treibt die Handelsbilanz in die Höhe. (Symbolbild)

Das Wachstum der Pharmaindustrie treibt die Handelsbilanz in die Höhe. (Symbolbild) 

Keystone

(wap) Die Schweizer Handelsbilanz 2019 schloss mit einem neuen Höchststand von 37,3 Milliarden Franken. Dies gab die Eidgenössische Zollverwaltung am Dienstag bekannt. Der Aussenhandel hat sich demnach im letzten Jahr erneut positiv entwickelt, wenn auch etwas verlangsamt. Die Exporte nahmen um 9,1 Milliarden Franken zu, die Importe wuchsen um 3,1 Milliarden Franken. Im Schlussquartal war der Handel allerdings in beide Richtungen rückläufig. 

Urheber des Plus beim Export ist die Chemie und Pharmabranche. Sie allein legte innerhalb eines Jahres um 10,2 Milliarden zu, das sind 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei wuchsen vor allem die Ausfuhrvolumen von immunologischen Produkten und Medikamenten. Ebenfalls wachsen konnte der Export von Uhren und Präzisionsinstrumenten. Rückläufig hingegen zeigte sich der Export von Maschinen und Elektronik sowie von Metallen, der nach einem Wachstum in den vergangenen drei Jahren nun um 4,4 bzw. 5,7 Prozent schrumpfte. 

Grösster Wachstumsmarkt war 2019 Nordamerika. Der Export über den Atlantik wuchs um 8,9 Prozent. Allein die Lieferungen in die USA stiegen um den Wert von 3,4 Milliarden Franken. Insgesamt exportiert die Schweiz heute doppelt soviel in die USA wie noch 2011. Die Exporte in den EU-Raum und in die asiatischen Länder wuchsen um 3,1 bzw. 3,5 Prozent.

Einen neuen Höchststand erreichten die Importe aus China: Sie steigerten sich um 4,5 Prozent auf 14,9 Milliarden Franken. Die Einfuhren aus der Euro-Zone sanken dagegen um 1,4 Prozent.