Dank besserem Marketing exportiert die Schweiz mehr Käse

Die Ausfuhr von Käse hat im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent zugenommen. Grund dafür ist eine neue Marketingoffensive. 

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Schweizer Käse kommt vor allem auf dem europäischen Markt gut an.

Schweizer Käse kommt vor allem auf dem europäischen Markt gut an. 

Keystone

(wap) Insgesamt wurden vergangenes Jahr 75'877 Tonnen Käse aus Schweizer Käsereien ins Ausland geliefert. Das sind 3'282 Tonnen mehr als im Vorjahr, was einem Wachstum von 4,5 Prozent entspricht. Der durchschnittliche Exportpreis lag bei 8,80 Franken pro Kilo und war damit etwas tiefer als im Vorjahr. 

Christa Wettstein von der Switzerland Cheese Marketing führt das Wachstum auf gezielte Werbekampagnen zurück. Es sei gelungen, die Werte zu vermitteln, für die der Schweizer Käse stehe: Natürlichkeit, Handwerk und Tradition. Dies habe besonders in Deutschland, Frankreich und Italien verfangen. 

Hauptmarkt bleibt Europa, wohin 80 Prozent der Menge exportiert wird. Allein Deutschland importierte 30'976 Tonnen Käse aus der Schweiz. Damit geht rund die Hälfte des EU-Exports zum nördlichen Nachbarn. Während der Export in die EU-Staaten um sieben Prozent stieg, sank jener in aussereuropäische Länder um 3,2 Prozent. Als Grund gibt Switzerland Cheese Marketing globale Unsicherheiten wie Handelsstreitigkeiten an. 

Importiert wurde 2019 zwar ebenfalls mehr als im Vorjahr, allerdings war das Wachstum rückläufig. Die Handelsbilanz der Branche schliesst mit 233,5 Millionen Franken – 5 Prozent höher als im Vorjahr.