Coronakrise
Gab es Absprachen über Preise bei Selbsttests? Weko eröffnet ein Verfahren

Bevor die Selbsttests überhaupt in Apotheken erhältlich sind, geben sie bereits zu reden. Mehrere Händler sollen einen Konkurrenten unter Druck gesetzt haben, die Preise anzuheben. Nun ermittelt die Weko.

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Ab nächstem Mittwoch sind Selbsttests hierzulande in Apotheken erhältlich. (Symbolbild)

Ab nächstem Mittwoch sind Selbsttests hierzulande in Apotheken erhältlich. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Die Weko hat ein Verfahren gegen drei Vertriebshändler eröffnet, wie sie am Donnerstag bekanntgab. Konkret hat das Unternehmen Aristos International die Weko darüber informiert, dass mehrere Vertriebshändler einen Konkurrenten unter Druck gesetzt hätten, die Preise der Covid-19-Selbsttests der Marken Joinstar, Hotgen und Lysun an jene der Konkurrenz nach oben anzupassen.

Das Sekretariat der Weko hat deshalb unverzüglich reagiert und eine Vorabklärung gegen Techcompany und zwei weitere Unternehmen eröffnet, welche die Selbsttests an Apotheken und Labore vertreiben. Dadurch soll der Stand der Dinge abgeklärt und das weitere Vorgehen bestimmt werden. Die Weko betont, dass sich die Vorabklärung nicht gegen Aristos International richte, welches den Fall gemeldet hatte.

Der Bund hat kürzlich bekanntgegeben, dass ab dem 7. April kostenlose Selbsttests in Apotheken zur Verfügung gestellt werden. Ab dann kann jede Person in der Schweiz fünf Test-Kits pro Monat kostenlos in der Apotheke beziehen.