Clariant muss tieferen Umsatz wegen Coronakrise hinnehmen

Der Chemiekonzern Clariant hat im ersten Halbjahr 1,95 Milliarden Franken verdient – rund 5 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Wegen der Coronapandemie leidet das Unternehmen mit Sitz in Muttenz unter einer sinkenden Nachfrage nach seinen Spezialchemikalien.

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Clariant stellt Spezialchemikalien her.

Clariant stellt Spezialchemikalien her.

Keystone

(mka) Clariant spürt die Coronakrise deutlich. Der Umsatz sank im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 1,95 Milliarden Franken. Werden die Währungseffekte herausgerechnet, fällt der Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode mit 5 Prozent deutlich tiefer aus. Clariant spricht im Zusammenhang mit der Pandemie von einer signifikant geringeren Nachfrage. Daher seien die erzielten Ergebnisse bemerkenswert. Sie zeigten, dass die Massnahmen zur Minimierung der Folgen der Krise in vollem Umfang greifen würden.

Der Betriebsgewinn (Ebitda) ging um 13 Prozent auf 309 Millionen Franken zurück. Der Reingewinn beträgt 90 Millionen, dies nach einem Verlust im ersten Halbjahr 2019. Damals verzeichnete Clariant ein Minus von 101 Millionen Franken, weil das Unternehmen Rückstellungen für eine Kartelluntersuchung der EU bilden musste.

Das im Februar bekanntgegebene Sparprogramm werde weitergeführt, teilt Clariant mit. Dabei werden in den nächsten zwei Jahren rund 600 Stellen abgebaut und die Kostenbasis um rund 50 Millionen Franken reduziert. Clariant rechnet auch weiterhin mit negativen Auswirkungen der Coronakrise. Was das genau für den Umsatz und den Gewinn heisst, sagt der Konzern nicht.