Wegen Coronavirus: BLS unterbricht Sanierungsarbeiten im Lötschbergtunnel

Nach Ostern hätte die BLS die Bauarbeiten im Lötschbergtunnel intensivieren wollen. Nun lässt sie diese bis auf Weiteres ruhen, weil die Vorschriften wegen der Coronakrise nicht eingehalten werden können.

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Nach 40 Jahren muss die Fahrbahn des Lötschberg-Tunnels erneuert werden.

Nach 40 Jahren muss die Fahrbahn des Lötschberg-Tunnels erneuert werden.

Keystone

(rwa) Die Bauarbeiten für die Fahrbahnsanierung im Lötschberg-Scheiteltunnel zwischen Kandersteg und Goppenstein werden unterbrochen, wie das Bahnunternehmen BLS am Donnerstag bekanntgab. Die Vorschriften des Bundes zur Hygiene und sozialen Distanz infolge der Coronapandemie könnten nicht eingehalten werden, begründet die BLS den Entscheid. Der Baustopp wirke sich nicht auf den Verkehr aus.

Vorgesehen war, auf rund sechs Kilometern des Tunnels die alte Schotterfahrbahn durch eine feste Fahrbahn aus Beton zu ersetzen. Dafür hätte die Hälfte eines Gleises des doppelspurigen Tunnels während sieben Monaten gesperrt werden müssen. Für diese Arbeiten wären bis zu 100 Personen im Einsatz gestanden.

Die Fahrbahn des 14,6 Kilometer langen Tunnels ist über 40 Jahre alt und muss erneuert werden. Um eine Sperre des Tunnels zu umgehen, führt die BLS die Arbeiten zwischen 2018 und 2022 in Etappen aus.