BLS fährt im Regionalverkehr wegen Corona 40 Millionen Franken Verlust ein

Das Bahnunternehmen BLS meldet für die Coronazeit einen Rückgang der Bahnpassagiere um etwa 60 Prozent. Im Regionalverkehr, den die öffentliche Hand mitfinanziert, klafft ein Loch von rund 40 Millionen Franken.

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Der BLS droht im Regionalverkehr ein Minus von 40 Millionen Franken bis Ende Jahr, wie das Bahnunternehmen am Montag vorrechnet.

Der BLS droht im Regionalverkehr ein Minus von 40 Millionen Franken bis Ende Jahr, wie das Bahnunternehmen am Montag vorrechnet.

Christian Beutler / Keystone

(sat) Diese Zahlen beziehen sich laut einer Mitteilung vom Montag auf Vergleiche mit der Vorjahresperiode. Mit zusätzlichen Einnahmeverlusten von rund 10 Millionen Franken rechnet die BLS, weil Konkurrenten wegen der Coronapandemie die Infrastruktur der mehrheitlich im Besitz des Kantons Bern stehenden Bahn weniger stark nutzten. Für die zweite Jahreshälfte geht die BLS davon aus, dass sie im Regionalverkehr weiterhin 20 bis 30 Prozent weniger Fahrgäste transportieren wird.

Am Sonntag hatte die SwissPass Alliance, der Dachverband der öV-Branche, die erwarteten Umsatzrückgange bis Ende Jahr auf 25 bis 30 Prozent beziffert. Das entspräche Ausfällen von insgesamt 1,5 Milliarden Franken. Der Dachverband hofft, dass die öffentliche Hand mithilft, die drohende Finanzierungslücke zu stopfen. In der Coronasondersession im Mai haben National- und Ständerat dazu bereits eine Motion überwiesen. Verschiedene Vertreter der öV-Branche und auch Politiker gehen davon aus, dass der Bundesrat bereits am Mittwoch einen Vorschlag dazu präsentieren könnte.