Bilanz
Sommerferien: Tourismusbranche leidet unter schlechtem Wetter und Corona

Auf das grosse Geschäft in den Sommerferien muss die Schweizer Tourismusbranche auch dieses Jahr verzichten. Wegen Corona blieben die Ausländer weiter weg, im Inland vermieste das Wetter die Saison.

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Als ob Corona nicht genug wäre: Wegen des schlechten Wetters bleiben viele Ausflügler zu Hause.

Als ob Corona nicht genug wäre: Wegen des schlechten Wetters bleiben viele Ausflügler zu Hause.

Keystone

Logiernächte und Frequenzen seien heuer ähnlich hoch gewesen wie im letzten Sommer, meldete Schweiz Tourismus am Dienstag in einer ersten Bilanz zur Sommersaison. Das schlechte Wetter habe die klassischen Sommer-Outdoor-Angebote aber deutlich beeinträchtigt.

Insgesamt zeichne sich ab, dass der Sommer für die Branche gleich schlecht wie der letzte verlaufen sei: Die Gästebewegungen lägen rund 40 Prozent unter den Werten des Vorkrisensommers 2019. Die asiatischen Gäste seien weiterhin gänzlich ausgeblieben, auch andere Übersee-Reisende fehlten weitgehend. Lediglich aus Deutschland, den Benelux-Staaten sowie Italien und Frankreich sind gemäss Schweiz Tourismus wieder erste Touristen in die Schweiz gekommen.

Nasses und kaltes Wetter vermiest das Geschäft

Zur Pandemie gesellte sich das nasse und kalte Sommerwetter. Zwei Drittel der befragten Anbieter berichteten von Stornierungen oder ausbleibenden Buchungen. Am stärksten betraf dies die Anbieter von Tagesausflügen. Hier berichteten 78 Prozent der Befragten von negativen Auswirkungen des Wetters. Indoor-Angebote wie Museen und Bäder hätten dies nicht ausgleichen können. Sie verharrten laut Umfrage auf Vorjahresniveau. Gross sei die Nachfrage auch diesen Sommer beim Wandertourismus gewesen.

Für den Herbst seien die Aussichten «verhalten optimistisch», heisst es weiter. Vorausgesetzt, dass sich die epidemiologische Lage nicht verschlechtere, sei mit einem Anstieg im Seminargeschäft zu rechnen. Bessere sich das Wetter, könne es auch einen Nachholeffekt bei Tagesausflügen im Herbst geben. (wap)

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