Biermarkt
Schweizer trinken über 100 Millionen Stangen weniger Bier als vor Corona

Corona trocknet die Kehlen aus: Der Schweizer Biermarkt verzeichnet gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 4,9 Prozent. Gegenüber der Zeit vor Corona wurden gar 100 Millionen Stangen weniger getrunken.

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Das Braujahr 2020/21 fiel nicht gut aus: Es wurde deutlich weniger Bier getrunken. (Symbolbild)

Das Braujahr 2020/21 fiel nicht gut aus: Es wurde deutlich weniger Bier getrunken. (Symbolbild)

Keystone

Das Minus von 4,9 Prozent im Braujahr 2020/21 gegenüber der Vorjahresperiode entspreche umgerechnet über 68 Millionen Stangen Bier. Insgesamt wurden zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 30. September des laufenden Jahres damit noch 441'183'700 Liter Bier getrunken. Für den Schweizer Brauerei-Verband ist es denn auch «ein Jahr zum Vergessen», wie er am Dienstag mitteilte. Das aktuelle Resultat sei geprägt davon, dass die Schweizer Brauereien weniger ausgestossen haben und auch weniger importiert wurde. Um über 13 Prozent zulegen konnte dafür das alkoholfreie Bier. Sein Anteil am Gesamtmarkt betrage inzwischen 5 Prozent – «Tendenz nach wie vor steigend».

Grund für den allgemeinen Rückgang ist Corona: Die Schliessung der Gastronomie, Kultur-, Sport- und Eventbranche habe die Brauereien empfindlich getroffen. So verringerte sich der Anteil des in der Gastronomie abgesetzten Bieres auf 24 Prozent. Dazu kamen das nasse und kalte Wetter im Frühling und Sommer. «Viele lauschige Frühsommerabende und somit bierige Konsumgelegenheiten fielen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser», heisst es weiter.

Auch für das kommende Braujahr ist der Verband wenig zuversichtlich – auch wegen der steigenden Fallzahlen. Es sei zu hoffen, dass der Bundesrat nicht wieder die Notbremse ziehen müsse. «Ein weiterer Shutdown und das Abwürgen wichtiger Bierabsatzkanäle würde die Existenzgrundlage verschiedener Brauereien definitiv vernichten.» (abi)

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